RindRinderzuchtWie viel Fortschritt vertragen alte Rassen?

Wie viel Fortschritt vertragen alte Rassen?

Vor 20 Jahren wurde das Sprinzen-Generhaltungsprogramm in Österreich gestartet. Josef Wechselberger aus Gerlosberg war der erste Sprinzenzüchter Österreichs.
Quelle: Andreas Lettenbichler

Genomische Selektion oder genomische Zuchtwertschätzung sind zwei Begriffe, die oft synonym verwendet werden. Es geht dabei um die modernen Varianten der Zuchtwertschätzung unter Einbeziehung tausender Markergenotypen
eines Rindes. Seit 2010 wird die Genomik in der österreichischen Rinderzucht eingesetzt.
Die Erfahrung aus den ersten Jahren im Praxiseinsatz zeigen bei den großen Rassen wie Fleckvieh oder Braunvieh eine Verbesserung der Umsetzung der Zuchtprogramme mit einer Beschleunigung des Zuchtfortschrittes.

Genomik spart Zeit

Während früher die Zuchtwerte von Tieren aufgrund der Ahnenleistungen, der Eigenleistung und der Nachkommensleistungen ermittelt wurden, können nun seit der Entschlüsselung des Rindergenoms auch genetische Daten in die Berechnungen mit einfließen. Man gewinnt mit dieser neuen Variante vor allem Zeit, das Generationenintervall lässt sich wesentlich verkürzen. Ein Zuchtfortschritt kann in Verbindung mit dem breiten Besamungseinsatz genomischer Jungst