ForstWeniger Waldfläche durch Waldbrände betroffen

Weniger Waldfläche durch Waldbrände betroffen

Von März bis Oktober besteht in Deutschland die Gefahr von Waldbrand.
Quelle: FCG/shutterstock

Dem Ende Oktober in Brüssel veröffentlichten Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (GFS) zufolge sind 2018 insgesamt rund 178.000 ha Wald und damit weniger als ein Sechstel der Flächen abgebrannt als im Jahr 2017. Damit habe das betroffene Areal auch unter dem langfristigen Durchschnitt gelegen. Allerdings wurden laut dem JCR-Bericht im Jahr 2018 mehr Länder „als jemals zuvor” von Waldbränden heimgesucht. Die höchste Anzahl an Bränden auf einer Fläche von jeweils mindestens 30 ha ermittelte das Europäische Waldbrandinformationssystem dabei für Italien, wo 147 entsprechende Brände registriert wurden, die insgesamt 14.649 ha vernichteten. Es folgten Spanien mit 104 Bränden und 12.793 ha sowie Portugal mit 86 Bränden, wobei die Feuer in dem südwesteuropäischen Land mit 37.357 ha den größten Schaden anrichteten. Dabei habe die 2018 in Portugal vernichtete Gesamtfläche nur einen Bruchteil des Areals ausgemacht, das dort im Jahr zuvor durch Brände zerstört worden sei. Auch sei es ein unterdurchschnittliches Waldbrandjahr für Portugal gewesen.

Auffällig viele Waldbrände in Schweden

Für das Vereinigte Königreich werden in dem Bericht 79 Brände und eine betroffene Fläche von 18.032 ha ausgewiesen, für Schweden 74 Brände und 21.605 ha. Das skandinavische Land nahm damit 2018 in der Rangliste der betroffenen Fläche die zweite Stelle ein. Dies sei gerade für ein Land im Norden „eine ungewöhnliche Position“, so der GFS. Betont wird, dass Schweden „die schlimmste Brandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen“ erlebt habe. Die Forschungsstelle stellt zudem fest, dass die Temperaturen in Mittel- und Nordeuropa während des größten Teils des Sommers anhaltend über den Durchschnittswerten gelegen hätten. Die dadurch entstandenen Bedingungen hätten den Ausbruch und die Ausbreitung von Waldbränden und damit hohe wirtschaftliche und ökologische Verluste, begünstigt. Wie außerdem aus dem Bericht hervorgeht, wurden 2018 in den Ökosystemen des Natura-2000-Netzes insgesamt rund 50.000 ha durch Brände vernichtet; das entsprach 36 % der in der EU insgesamt von Feuern vernichteten Flächen im vergangenen Jahr.