Bauernsprecher Hans MeisterSchafe stören Jäger

Schafe stören Jäger

Aus der Obersteiermark schreibt mir Herr M.: „Ich bin ein klassischer Nebenerwerbslandwirt mit rund 30 Rindern und 40 Mutterschafen. Um im Sommer Arbeitsspitzen auszugleichen, werden die Jungrinder sowie die Schafe auf die Alm gebracht. Funktioniert es bei den Rindern komplett unproblematisch, so gibt es bei den Schafen von Jahr zu Jahr größere Probleme. Die Probleme sind nicht der Wolf, Bär oder Luchs, sondern die Jagdherrn mit ihren angestellten Berufsjägern. Nebenbei erwähnt hatten wir in unserem Gebiet 2012 tatsächlich großen Schaden durch einen Bär, der durch massive Risse eine Almunterbrechung notwendig machte. Der Bär war dann aber weg und seither gab es Gott sei Dank keine Wiederkehr von diesem. Die Jagd jedoch macht mir und – laut Gesprächen mit Berufskollegen – auch vielen anderen die Alpung der Schafe auf den Hochalmen unmöglich. Ich treibe meine Muttertiere mit den Lämmern Anfang Juni auf die Alm und sie werden noch vor Mitte September wieder auf die Heimweide gebracht, um für die Jagd kein Hindernis zu sein.

Outdoor Alpung

Die Hochalm liegt auf ca. 1.900 m und ist für die Schafe nicht eingezäunt. Eine Behirtung bei dieser Stückzahl wäre rein aus Kostengründen nicht durchführbar. Laut AMA-Antrag sind die Schafe als „Outdoor Alpung“ gemeldet, weil die Grenzen der Alm für die Schafe natürlich