BioAcker und GrünlandÖKL-Praxisseminar: Automatisch Hacken

ÖKL-Praxisseminar: Automatisch Hacken

Fingerhacke. Foto: ÖKL

Der Pflanzenschutz, insbesondere die Beikrautregulierung, ist in der biologischen Landwirtschaft oft noch mit viel Handarbeit verbunden. Automatische Steuerungen versprechen eine Arbeitserleichterung, angebotene Produkte sind aber nicht billig und ein überbetrieblicher Einsatz von Hackgeräten ist nur dann gut umsetzbar, wenn die Anbausysteme der einzelnen Betriebe aufeinander abgestimmt werden. Es sollte bei Neuanschaffungen genau überlegt werden, welches Gerät das passende ist, oder ob zum Beispiel eine Nachrüstung vorhandener Technik in Frage kommt.

In diesem eintägigen ÖKL-Seminar werden zuerst die Beikräuter genauer unter die Lupe genommen. Dr. Swen Follak, Herbologe bei der AGES wird auf Schadwirkungen und „Schwachstellen“ von Unkräutern eingehen, erklären wie sie mit den Kulturpflanzen interagieren, die Frage: „Wie viel Unkraut darf sein oder ist sogar erwünscht?“ beantworten und wichtige Hinweise zur Biologie, Prävention und Kontrolle von Ackerunkräutern bringen.

Anschließend wird Beat Vinzent von der Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft einen Überblick über den Stand der Technik bei automatischen Hackgeräten bringen. Vor allem eine ausgereifte Kameratechnik ist ausschlaggebend für gut funktionierende Hackgeräte, denn erst wenn die Kulturpflanze eindeutig erkannt wird, kann das Hackgerät zielgerecht angesteuert werden.

Praxis-Erfahrungen zum Hacken in der Reihe mit kameragestützten Systemen wird Roman Romstorfer (AGROM) mit den Seminarbesuchern teilen. Ganz ohne Kameratechnik kommt das RTK-Signal-gesteuerte System von SBG aus, dieses wird von Stefan Rennhofer von der Fa. Pamberger Landtechnik vorgestellt. Bei autonomen Hackrobotern gab es in den vergangenen Jahren einige Neuentwicklungen. DI Matthias Göttinger, Digital Farming Experte bei RWA wird seine Erfahrungen mit den Robotern „Oz“ und „Dino“ der Fa. NAIO präsentieren und die Teilnehmer der „Robotics Challenge 2019“ vorstellen.

Den Theorievorträgen am Vormittag folgen die Praxisvorführungen verschiedener Hersteller am Nachmittag. Beat Vinzent wird diese als firmenunabhängiger Experte kommentieren.

Termin: 13.06.2019 um 08:30 bis ca. 15:30

Ort: Versuchswirtschaft der BOKU

Schloßhofer Straße 31

2301 Groß-Enzersdorf

Teilnahmegebühr: 95 € mit LW-Betriebsnummer (gefördert)

190 € ohne LW-Betriebsnummer

Programm

08:30 – 09:00      Registrierung der Seminarteilnehmer und Kaffee

09:00 – 09:15      Begrüßung und kurze Vorstellung der Versuchswirtschaft

                                DI Michael Deimel (ÖKL) und Dr. Helmut Wagentristl (BOKU)

09:15 – 10:00      Vortrag: Biologie, Prävention und Kontrolle von Ackerunkräutern im ökologischen Landbau

                               Dr. Swen Follak, AGES

10:00 – 10:15      Pause

10:15 – 11:00      Vortrag: Stand der Technik bei automatisierten Hackgeräten

                              Beat Vinzent, LfL Ruhstorf (D)

11:00 – 11:30      Vortrag: Erfahrungen mit kameragestützten Hacken in der Reihe (Steketee)

                              Roman Romstorfer, AGROM

11:30 – 11:45      Pause

11:45 – 12:15      Vortrag: Erfahrungen mit automatisierten Hacken mit RTK Signal

                              Stefan Rennhofer, Pamberger Landtechnik

12:15 – 12:45      Vortrag: Erfahrungen mit Hackrobotern; Vorstellung der Teilnehmer der „Robotics Challenge“

                              DI Matthias Göttinger, RWA

12:45 – 13:45      Mittagspause

ab 13:45                Vorführungen: ca. 30 min. pro Vorführer (Schmotzer, Einböck, Nalatec): Die Maschinen werden vorgestellt, auf Besonderheiten, Ausstattung etc. eingegangen und Hinweise zur Einstellung werden gebracht; Kommentare zur Technik von Beat Vinzent

15:30  voraussichtliches Ende der Veranstaltung

Für weitere Informationen steht Ihnen DI David Unterrainer unter Tel.: +43-1-5051891-15 oder unter david.unterrainer@oekl.at zur Verfügung.

Das Anmeldeformular und Näheres zur Veranstaltung finden Sie auf der ÖKL-Homepage: www.oekl.at