BioBio-MilchviehObersteirische Molkerei

Obersteirische Molkerei

Die Geschäftsführung der OM zog am 12. April 2019 Bilanz über das abgelaufene Milchwirtschaftsjahr. Foto: Vetta

 

Bereits wenige Tage vor der Generalversammlung wurden die Milchlieferanten der Obersteirischen Molkerei (OM) darüber informiert, dass der Milchpreis mit 1. April 2019 um 2 Cent reduziert wird. In seinem Vortrag sagt Direktor Friedrich Tiroch: „Es sieht derzeit gar nicht nach Entspannung am Milchmarkt aus.“ Die erhoffte Reduzierung der Milchmengen in dürregeschädigten Ländern wie etwa Deutschland sei leider nicht eingetreten.

Jahresbilanz 2018

Tiroch resümierte das Jahr 2018 als durchschnittlich positiv. Der Milchpreis lag 2018 um 1,7 Cent unter dem Vorjahr. Der Umsatz betrug 109,4 Mio. Euro. Die Absätze bei Käse wurden wesentlich gesteigert und der Versandmilchanteil reduziert. Im Zeitraffer betrachtet, begann das Jahr 2018 mit enorm hohen Liefermengen. Im Jänner waren es rund 10 % plus. Infolge eines Überangebotes in der EU sind die Milchpreise eingebrochen. Im 3. und 4. Quartal haben sich diese wieder einigermaßen zufriedenstellend entwickelt. Durch starke Niederschläge war die Qualität des Futters durchwegs schlecht. „Dennoch war die Milchqualität sehr zufriedenstellend“ lobte Tiroch die Milchlieferanten. Das 4. Quartal war gekennzeichnet durch eine empfindliche Reduktion des Fettpreises.

Die Anzahl der Lieferanten ging 2018 um 74 auf 1.483 zurück. Die Anlieferungsmenge je Betrieb stieg von 108.889 auf 116.096 kg Milch.

Thema Tierwohl

In der OM beträgt der Biomilchanteil bereits 24 % der Gesamtmilchanlieferung. Rund 460 Betriebe liefern in das Projekt ZzU ein. 365 Tage Auslauf werden mittlerweile von allen Bauern umgesetzt. Jakob Karner, Obmann der OM sagt: „Entwicklungen im Bereich Tierwohl müssen wir in Etappen umsetzen um keine Märkte zu verlieren. “ In den nächsten Wochen werden weitere Gespräche folgen. Tiroch verspricht: „Das Projekt ZzU wird wesentlich von kleinststrukturierten Familienbetrieben getragen. Es sind wirtschaftlich vertretbare Lösungsansätze in Sicht.“

Neuwahl des Vorstandes

Als ein Programmpunkt der Generalsversammlung wurde der Vorstand für die nächste Periode neugewählt. Dabei wurden Obmann Jakob Karner, Obmann Stellvertreter Matthias Bischof, Obmann Stellvertreter Hermann Madl und Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Peter Kleemaier in ihren bisherigen Positionen bestätigt.