BioBio-MilchviehMilchpreis im September gestiegen

Milchpreis im September gestiegen

Der Erzeugermilchpreis lag im September um 0,61 Cent netto höher als im Vormonat.
Quelle: Vetta

Der Erzeugermilchpreis lag damit um 0,61 Cent netto höher als im Vormonat August, das Vorjahresniveau wurde damit um 2,44 Cent überschritten. Dies geht aus aktuellen Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der von der AMA für September 2020 auf Basis 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß ermittelte Erzeugerpreis von 38,41 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für GVO-freie Qualitätsmilch ohne Bio- und Heumilchzuschlag zahlten die Molkereien durchschnittlich 35,84 Cent netto/kg, für Bio-Milch erhielten die Lieferanten im Mittel 45,36 Cent je kg.

Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweißgehalts berechnet, lag der Milchpreis im September 2020 im Schnitt bei 38,32 Cent netto/kg (Durchschnitt aller Qualitäten). Für Oktober erwartet die AMA eine Erhöhung auf rund 39 Cent/kg (Durchschnitt aller Qualitäten und Inhaltsstoffe). Für diese Preissteigerung sind hauptsächlich die höheren Inhaltsstoffe verantwortlich.

Der durchschnittliche EU-Erzeugermilchpreis stieg im August 2020 auf 33,05 Cent/kg (Basis: natürliche Inhaltstoffe). Für September 2020 wird er von der EU-Kommission auf 33,43 Cent geschätzt. (Anmerkung: Die Preisangaben beziehen sich auf die EU ohne Großbritannien.)

Milchanlieferung abermals unter dem Vorjahresniveau

Die österreichischen Molkereien und Sennereien haben im September dieses Jahres 236.283 t Rohmilch von ihren Lieferanten übernommen. Die Anlieferung lag in Summe um 0,75 % oder rund 1,8 Mio. kg unter dem Vorjahresniveau. Die betriebsindividuellen Programme und Aufrufe der Verarbeiter zur Drosselung der Milchanlieferung zeigen offenbar weiterhin Wirkung. Die Situation am Milchmarkt bleibt aber nach wie vor angespannt, so die AMA, denn verschärfte Maßnahmen und eventuelle Lockdown-Varianten in Bezug auf das Coronavirus können das Konsumverhalten beeinflussen.