SchweinKühlen mit Niederdruck

Kühlen mit Niederdruck

Die Niederdruckkühlung ist preiswerter und wassersparender als die in der LANDWIRT Ausgabe 10-2019 vorgestellte Hochdruckkühlung. Zu diesem Schluss kommen die beiden Absolventen der HLBLA St. Florian/Oberösterreich. Auch mit der Niederdruckkühlung konnten sie bereits nach ein paar Minuten eine Kühlwirkung im Stall feststellen. Das System kann einfach eingebaut werden und liefert einen guten Wirkungsgrad. Der Wasserverbrauch ist deutlich geringer als bei der Hochdruckkühlung und es wird kein Hochdruckreiniger benötigt. Die Leistung ist jedoch etwas geringer als bei der Hochdruckkühlung.

Nur wenige Bauteile nötig

Die am Betrieb Kronberger eingebaute Niederdruckkühlung besteht aus 5 Niederdruckdüsen, die an einem 1/2 Zoll PVC-Rohr befestigt wurden. Dazu wurde in 5 Blindstopfen ein Loch mit der Größe der Gewinde an den Düsen gebohrt. Die Düsen wurden anschließend mit Kleber am Gewinde hineingedreht und so fixiert. Diese Düsenköpfe wurden mit T-Rohrstücken mit dem Hauptrohr und dem elektrischen Magnetventil verbunden. Das Magnetventil wird durch ein Thermostat gesteuert. Die Temperatur wurde so eingestellt, dass es bei einer Stalltemperatur von 25°C den Wasserfluss freigibt. Die gesamte Kühllanze wurde im Zuluftkanal des Stallabteils montiert.

Die Niederdruckkühlung arbeitet mit dem Wasserdruck der Wasserleitung. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass dieser ausreichend hoch und konstant ist. Am Betrieb Kronberger musste dafür eine zusätzliche Leitung gelegt werden, weil in der Stallwasserleitung aufgrund der Aqua-Level zu große Schwankungen und Druckverluste entstanden sind. Auch das Sieb der Düsen mussten entfernt werden, weil dieses den Druck zu sehr reduziert hat. Insgesamt hat der Einbau etwa drei Stunden gedauert. Es war auch handwerkliches Geschick erfordert, da die Düsen gut verklebt werden mussten.