ForstKonkurrenzvegetation im Wald im Zaum halten

Konkurrenzvegetation im Wald im Zaum halten

Auf dieser stark mit Brombeere bewachsenen Fläche wurde frühzeitig Tanne unter Schirm eingebracht.
Quelle: Zettler

Unter forstlicher Konkurrenzvegetation, auch Begleitflora genannt, versteht man alle sich natürlich einfindenden Pflanzen, welche die Entwicklung einer Forstpflanzung oder der gewünschten Naturverjüngung behindern. Neben verschiedenen Gräsern zählen Brombeere, Adlerfarn, Holunder und Indisches Springkraut zu den häufigsten Arten, welche in unseren Wäldern vorkommen. Besonders gut wachsen diese Pflanzen, wenn sich die Umweltbedingungen in einem Bestand plötzlich verändern. So stehen Waldbesitzer nach flächigen Windwürfen oder Käferhieben, aber auch nach zu starken Durchforstungen häufig vor dem Problem, dass sich die Konkurrenzvegetation auf den neu entstandenen Freiflächen sehr schnell ausbreitet. Hohe Stickstoffeinträge können das Wachstum bestimmter Begleitwuchsarten nochmals verstärken. Die Begleitflora ist meist licht- und wärmeliebend und bei günstigen Bedingungen den Waldbäumen in ihrem Wachstum zu Beginn überlegen. Freiflächen vergrasen innerhalb kürzester Zeit und bieten der Naturverjüngung kaum noch Platz zum Wachsen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich forstschädliche Mäuse dort sehr wohl fühlen und erhebliche Fraßschäden anrichten können.