AckerbauGetreideImmer wieder diese Ungräser

Immer wieder diese Ungräser

In einigen Regionen ist Windhalm bereits resistent gegen ALSHemmer. Foto: Agrarfoto

Immer mehr Mulch- und Direktsaat, Getreide- lastige Fruchtfolgen und ständig dieselben Herbizid-Wirkstoffe. Dass musste sich ja zu einem Bumerang entwickeln. Sowohl Ackerfuchsschwanzgras als auch Windhalm bereiten immer mehr Probleme. Bei Letzterem mehren sich die Berichte, dass in manchen Regionen die Wirkung so genannter ALS-Hemmer (z.B.: Broadway, Husar OD, Atlantis OD oder andere gräserwirksame Sulfonylharnstoffe) nur mehr unzureichend ist oder zur Gänze fehlt. Aber auch beim Wirkstoff Chlortoluron (z.B.: Lentipur 500) hört man vereinzelt Schilderungen über eine unzureichende Wirkung. Zusätzlich deuten auf einem Standort in Oberösterreich alle Anzeichen auf erste Minderwirkungen des ACCase-Hemmers Pinoxaden (Axial 50). Von Resistenz eines Ungrases bzw. Unkrauts gegen einen Wirkstoff bzw. eine Wirkstoffklasse spricht man, wenn einzelne Pflanzen eine Herbizidbehandlung überleben, obwohl alle Anwendungsvorschriften eingehalten wurden. In der Folge wird diese Eigenschaft an die Nachkommen weitergegeben. Sind resistente Einzelpflanzen im Bestand vorhanden, so werden diese durch die Verwendung des gleichen Wirkstoffes bzw. von Wirkstoffen aus der gleichen Gruppe weiter selektiert. Am Ende des Prozesses stehen massive Bekämpfungsprobleme gegen besagte Ungräser bzw. Unkräuter. Eine internationale Vereinigung teilt die Herbizide nach ihrer Wirkungsweise und ihrer Gefahr zur Resistenzbildung ein. Dieses HRAC-System (Herbicide Resistance Action Committee) gibt jeder Gruppe Buchstaben. Diese Buchstaben werden in der Regel auch in den Pflanzenschutzmitteltabellen angeführt und sollten bei der Planung herangezogen werden.