ForstHolzpreis teils unter Erntekosten

Holzpreis teils unter Erntekosten

Lärche wird weiterhin zu guten Preisen nachgefragt.
Quelle: Jäger

Die Corona bedingte Einschnittsreduktion wird schrittweise zurückgenommen. Dennoch bleibt die Nachfrage nach heimischem Fichtensägerundholz verhalten. Die Rundholzzufuhr ist streng kontingentiert. In den Schadgebieten Ober- und Niederösterreichs hat jedoch ein verstärkter Abtransport des bereitgestellten Rundholzes die Waldlager reduziert und vorübergehend für eine phytosanitäre Entspannung gesorgt. Es wurden aber teils massive Preisreduktionen umgesetzt, wodurch die Bereitschaft zu Normalnutzungen weiter sinkt. Aktuelle Abschlüsse sind rar und der Markt ist von einer ausgesprochenen Kurzfristigkeit geprägt. Ein Markt für Kiefer ist derzeit nicht vorhanden. Lärche wird jedoch zu attraktiven Preisen nachgefragt. Die Lagerkapazitäten an den Standorten der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind ausgereizt. Die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz ist sehr gering. Die Übernahme ist streng kontingentiert, der Abtransport dementsprechend schleppend. Waldlager sind bei weitem nicht abgebaut. Die derzeit strenge Sortierung von Sägerundholz verschiebt zusätzliche Mengen in Richtung Industrierundholz und verschärft das Mengenproblem. Die Preise liegen meist unter den Erntekosten und verhindern eine kostendeckende Waldpflege.