RindFrost im Kuhstall: Worauf Sie unbedingt achten sollten

Frost im Kuhstall: Worauf Sie unbedingt achten sollten

Frost im Kuhstall
Frost im Kuhstall und rundherum: Fütterung, Tränken und Entmistung müssen auch im Winter funktionieren.
Quelle: Archiv

Fallen die Temperaturen im Winter weit unter null Grad, ist der Bauer gefordert, den Betrieb im Stall entsprechend aufrechtzuerhalten. Wichtig dabei sind vor allem Wasserversorgung, Entmistung sowie der Schutz junger Kälber.

1. Auf guten Wasserfluss achten

Landwirte, die ihre Rinder in Kaltställen halten, kennen das Problem: Nach einer kalten Nacht sind Tränken zugefroren. Mit heißem Wasser und viel Zeit können Sie den Wasserfluss wieder in Schwung bringen. Ringleitungen helfen, dass das Wasser auch an sehr kalten Tagen fließt. Eine frostsichere Wasserversorgung beginnt damit, dass Sie die Wasserleitungen innerhalb des Stalles in frostfreier Tiefe verlegen.

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema im umfangreichen Artikel, wie man Tränken vor Frost schützen kann.

2. Häufiger entmisten bei Frost im Kuhstall

Neben der Wasserversorgung kann auch die Entmistung an sehr kalten Tagen eine Herausforderung sein. Wer eine Schieberentmistung eingebaut hat, sollte diese im Winter häufiger fahren lassen als im Sommer. Dadurch lässt sich die Gefahr, dass der Schieber einfriert, reduzieren. Frostprogramme und Temperaturfühler sorgen dafür, dass der Schieber bei tiefen Temperaturen automatisch seine Frequenz erhöht und nicht einfriert.

3. Kälber warm halten

Neugeborene Kälber sollten Sie – speziell im Winter bei Frost im Kuhstall – nach der Geburt mit einem Handtuch oder Stroh trockenreiben. Ansonsten können sie unterkühlen. Die Untertemperatur im Körper führt dazu, dass die Kälber schlechter trinken und die Milch langsamer verdauen. Und von der Milch brauchen Sie an kalten Tagen mehr. Berater empfehlen, die Tränkemenge bei tiefen Temperaturen um 20 Prozent zu steigern.

Immer mehr Landwirte setzen im Winter auf spezielle Kälberwesten. Diese sollen das Immunsystem der Kälber unterstützen und sie vor Kältestress schützen. Als Alternative dazu verwenden manche Milchbauern alte Pullover, deren Ärmel sie vorher abschneiden. Achten Sie hier aber darauf, dass Sie den Pullover wechseln, wenn er nass ist. Besonders wichtig ist der Kälteschutz für geschwächte Kälber wie beispielsweise bei einer Durchfallerkrankung.

4. Täglich einstreuen, wenn Frost in den Rinderstall kommt

Wenn Sie die Kälber in Gruppen halten und sie Zugluft ausgesetzt sind, können Sie mit Abdeckungen über dem hinteren Teil der Liegefläche ein angenehmes Kleinklima schaffen. Im Winter ist es besonders wichtig, Kälberbuchten täglich einzustreuen. Nur so bleiben sie trocken und die Kälber gesund.

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