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Die Daten-Drehscheibe

Die Vielzahl an Landmaschinen-Herstellern und Software-Anbietern – genauer gesagt, ihre verschiedenen Schnittstellen – machte in der Vergangenheit den Austausch von Daten nicht unbedingt einfach. Aus diesem Grund konzipierte die Firma DKE-Data die internetbasierte Datenaustausch-Plattform „agrirouter“ für Landwirte und Lohnunternehmer. Nach nur zwei Jahren Entwicklungszeit soll sie nun praxisreif sein. Bei einer Praxis-Vorführung unter dem Titel agrirouter connect 2018 im vergangenen Herbst trafen sich 300 Teilnehmer aus 14 Ländern nahe Hamburg, um sich von der Praxisreife zu überzeugen.

Dass Vielfalt bei Landmaschinen und Software ohne Schnittstellen-Probleme funktioniert, zeigten Traktor-Geräte-Kombinationen oder Selbstfahrer verschiedener Landtechnikhersteller. Hinzu kamen App-Anbieter, die in ihrer Agrar-Software die Anbindung an den agrirouter ergänzten.

Start im Februar 2019

Nach Vorstellung des agrirouter-Produktkonzepts auf der Agritechnica 2017 ist die Entwicklung einschließlich ausführlicher Tests seit Mitte September 2018 abgeschlossen. Der agrirouter ist nun mit Bedienoberflächen in Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar. Alle Maschinenhersteller, die als Gesellschafter zum agrirouter-Konsortium zählen, haben die Anbindung ihrer Maschinen an die agrirouter Schnittstelle fertig entwickelt. Erste Agrarsoftwarehersteller und Produzenten von Kommunikationshardware konnten ihre Schnittstellenentwicklung zum agrirouter ebenfalls abschließen.

„Derzeit sind elf große Landtechnikhersteller mit vielen bekannten Marken am agrirouter Konsortium beteiligt und die Zahl der App-Anbieter wächst kontinuierlich. Der offizielle Marktstart für den agrirouter erfolgt im Februar 2019“, berichtet Jens Möller, Geschäftsführer von DKE-Data. Dann legt der Nutzer nach dem Login auf der Website my-agrirouter.com fest, wer mit wem welche Daten in welchem Umfang austauscht. Nur der agrirouter-Nutzer selbst bestimmt, was mit seinen Daten geschieht.