ForstAstrein verdienen

Astrein verdienen

Quelle: Zettler

Das Ziel der Wertastung ist die Produktion von hochwertigem, astfreiem Starkholz im unteren Stammbereich. Diese Maßnahme ist erforderlich, wenn die natürliche Astreinigung unterbleibt und der Waldbesitzer Wertholz erzeugen möchte. Die meisten Laubholzarten entledigen sich ihrer Seitenäste bei passender waldbaulicher Behandlung von selbst. Voraussetzung für diese natürliche Astreinigung ist, dass die Bestände in der Jugend einen ausreichenden Dichtstand aufweisen. Ein geschlossenes Kronendach führt zu einer Beschattung der Stämme, wodurch die Äste im unteren Stammbereich frühzeitig absterben und anschließend abgeworfen werden. Bäume mit diesem Verhalten werden daher auch Totastverlierer bezeichnet. Im Gegensatz dazu zählen die meisten Nadelholzarten zu den Totasterhaltern. Bei ihnen findet keine natürliche Astreinigung statt. Abgestorbene Seitenäste verbleiben häufig sehr lange am Stamm und wachsen wertmindernd in das Holz ein. Möchten Sie also mit Ihren Tannen, Lärchen oder Douglasien starkes Wertholz produzieren, müssen Sie die Stämme rechtzeitig asten.

Astungsbäume sorgfältig auswählen

Eine Baumart, die sich für eine mechanische Astung eignet, ist – neben den bereits erwähnten Nadelbäumen – auch die Kirsche, ein weiterer Totasterhalter. Totastverlierer, die in der Jugend zu weitständig aufwachsen und ihre Seitenäste daher behalten, können ebenfalls geastet werden. Wählen Sie für eine Astung nur geradschaftige, vollholzige und vitale Bäume, die vorherrschend sind und später in den Endbestand einwachsen können. Außerdem sollten der Brusthöhendurchmesser bei 10 bis 15 cm und die Oberhöhe bei gut 12 m liegen. Vermeiden Sie eine zu späte Astung, damit der Astbasisdurchmesser nicht zu groß und der Überwallungszeitraum nicht zu lange wird. Der asthaltige Kern der Stammrolle sollte bei der Holzernte maximal ein Drittel ausmachen. Randbäume eignen sich für eine Astung grundsätzlich nicht.