Ackerbau9 Tipps zur Ernte von Vermehrungsflächen

9 Tipps zur Ernte von Vermehrungsflächen

Foto: Böck

. Zuerst die Vermehrung

Dem Saatgut sollten Sie der Konsumware immer den Vorrang geben. Für gute Qualitäten starten Sie am besten mit der Ernte bei einer Kornfeuchte von 16 %. Dadurch sinkt der Bruchkornanteil und der empfindliche Keimling wird geschützt. Bei geringeren Kornfeuchten besteht die Gefahr von Haarrissen an den Körnern, die die Keimfähigkeit herabsetzen.

  1. Immer alles reinigen

Beim Wechsel von einer Vermehrungssorte auf die nächste müssen Sie die Erntetechnik reinigen. Zunächst entfernen Sie die Ährenteile und Körner am Schneidtrog. Ebenso hängen oft Ähren in den Sieben fest, die Sie entfernen müssen. Falls montiert, müssen Entgrannerleisten weggeschwenkt und die Siebe maximal geöffnet werden. Danach stellen Sie die Dreschtrommel auf maximale Drehzahl und die Gebläsedrehzahl auf Maximum ein und lassen den Mähdrescher für ein bis zwei Minuten voll durchlaufen. Im Anschluss reinigen Sie die Steinfangmulde und öffnen die Klappen an Korn- und Ährenelevator. Die verbleibenden Körner werden herausgefegt. Im Korntank bleiben an den Profilen jede Menge Körner liegen, auch diese müssen Sie mit Handfeger und Kehrschaufel entfernen. Danach müssen Sie auch die Anhänger mit dem Handfeger gründlich reinigen. Dazu kippen Sie die Hänger leicht an und öffnen die Klappen. Auch an den Profilen setzen sich immer wieder Körner fest. Vergessen Sie die Plane nicht. Auch hier befinden sich noch viele Körner, am besten rollen Sie sie kurz ab.

  1. Der Sauberdrusch

Werden mehrere unterschiedliche Sorten am Betrieb vermehrt, so müssen Sie am Beginn der nächsten Sorte den Mähdrescher neu ein stellen. Selbst nach gründlicher Reinigung verbleiben Körner der Vorgängersorte im Inneren des Mähdreschers. Deshalb sollten Sie am Vorgewende zweimal jeweils einen halben Korntank ernten und abbunkern, um die Maschine mit der neuen Sorte zu reinigen. Dieser sogenannte Sauberdrusch wird als Konsumware verkauft. Daher sollte bereits ein separater Anhänger dafür vorhanden sein.