RindRinderzuchtBraunvieh2018 weniger Rindersperma exportiert

2018 weniger Rindersperma exportiert

Im Jahr 2018 wurden in Österreich 1,243 Mio. Besamungen durchgeführt. Foto: Archiv

Einmal im Jahr erfolgt über den ZAR-Ausschuss Besamung/Biotechnologie die Erhebung der in Österreich abgesetzten Samenportionen bzw. durchgeführten Besamungen. In Österreich gibt es aktuell fünf zugelassene Besamungsstationen sowie elf Samendepots für den Innergemeinschaftlichen Handel (IGH) mit Rindersamen, Embryoentnahmeeinheiten für den IGH sind insgesamt 6 zugelassen. Die meisten davon, nämlich 4 Besamungsstationen und 8 Samendepots sind Mitglied in der ZAR und haben entsprechende Daten geliefert. Im Jahr 2018 wurden 1,243 Mio. Besamungen durchgeführt (-3,0%). Das berichtet die Rinderzucht Austria. Die Besamungsdichte, errechnet aus der Anzahl aller Besamungen in Österreich, die bei den aktuell 455.867 (-0,79%) Kontrollkühen der Milch- und Fleischleistungskontrolle durchgeführt wird, lag im Jahr 2018 bei 94,8% und ist damit um 1/10 Prozentpunkt gestiegen. Die restlichen 5,2% erfolgten über den Natursprung. Erstmals haben die Besamungen durch Eigenbestandsbesamer die geleisteten Besamungen durch Tierärzte überholt, dh. 49,3% aller Besamungen wurden von Eigenbestandsbesamer (+0,8%) durchgeführt, 47,7% von Tierärzten (-6,7%) und 5,0 % durch Besamungstechniker (-3,9%). Für den Samenabsatz nach Besamungsdienstleister ist das Unternehmen GENOSTAR mit Standort Bergland (20,6%) und GENOSTAR mit Standort Gleisdorf (15,1%) für insgesamt 35,7% aller abgesetzten Portionen verantwortlich, es folgt die OÖ Besamungsstation Hohenzell (31,6%). Diese drei Stationen sind für 2/3 des gesamten Samenabsatzes verantwortlich. Es folgt das Samendepot der Rinderzucht Tirol (10,7 %), das Samendepot der LK Kärnten (7,6%), das Samendepot der LK Salzburg (7,3%), das Samendepot des Rinderzuchtverbandes Vöcklabruck (3,4%) sowie die Samendepots Vorarlberg Rind (3,3%) und der LK Burgenland (0,4%).

Weniger Sperma exportiert

Im Jahr 2018 wurden laut ZAR 650 000 Samenportionen exportiert, um 12,8% bzw. 95.567 weniger als im Vorjahr. Die mengenmäßig größten Rückgänge verzeichneten nach Angaben der Rinderzucht Austria die Samenexporte der Rasse Fleckvieh mit einem Minus von 95.000 Portionen (-14,7%) sowie der Rasse Braunvieh mit einem Minus von 15.000 Portionen (-34%). Die höchsten Zuwächse verzeichnete Holstein mit einem Plus von 7.800 Portionen (+114,7%), die Fleischrinder mit einem Plus von 6.604 (+19,0%) und das Tiroler Grauvieh mit einem Exportplus von 2.000 Portionen (+23,6%). Dem gegenüber stehen Samenimporte von 577.000 Portionen. Die Importe sind um 2,9% gestiegen. Die Handelsbilanz ist in Summe mit 73.000 Portionen aber noch immer klar positiv, im Vergleich zum Vorjahr durch den starken Rückgang von Fleckviehsamen aber um 60% zurückgegangen.

Samenexport