SchweinSchweinefütterung11 Tipps zur Entscheidung für Wasseraufbereitungssysteme

11 Tipps zur Entscheidung für Wasseraufbereitungssysteme

Sauberes Wasser legt den Grundstein für gute Leistungen im Schweinestall. Hier finden Sie Tipps zur Auswahl einer Wasseraufbereitungsanlage.
Quelle: Lina Truman/shutterstock.com

Viele kleine Maßnahmen verbessern den Betriebserfolg. Ein wichtiger Punkt ist die Qualität des Tränkwassers. In den LANDWIRT Ausgaben 23 und 24/2019 haben wir Sie umfangreich über die Bedeutung von Wasser als Futtermittel informiert. Wenn Sie darüber nachdenken, eine Wasseraufbereitungsanlage einzubauen, helfen Ihnen die folgenden elf Punkte bei der Entscheidung.

  1. Wie gut ist mein Wasser?

Bevor Sie über den Einbau einer Aufbereitungsanlage nachdenken, sollten Sie Ihre Wasserqualität überprüfen. Bei Ortswasser können Sie sich vom Wasserversorger einen Auszug über die Inhaltsstoffe des Wassers holen. Wenn Sie Ihre Schweine mit Brunnenwasser tränken, sollten Sie dessen Qualität einmal jährlich überprüfen. Interessant ist auch, wie die Wasserqualität am Nippel ist. Denn durch Verschmutzungen in den Leitungen kann das Wasser beispielsweise mit Keimen verunreinigt werden. Ziehen Sie deshalb Proben an mehreren Stellen. Neben der Wasserqualität sollten Sie wissen, wie der Biofilm in Ihren Leitungen aussieht. Gerade bei hohen Eisen- und Kalkgehalten können die Leitungen über die Jahre zuwachsen. Mit einem Endoskop kann man den Biofilm sichtbar machen.

Entscheidend ist, dass die Probe korrekt gezogen wird. Lesen Sie dazu den Artikel Wasser: das wichtigste Futtermittel. Auch wenn Sie in einem Labor in Ihrer Nähe ein Probenset anfordern, wird man Ihnen Auskünfte zur richtigen Probenentnahme geben. Zusätzlich können Sie Berater um Hilfe bitten. Die Probe muss rasch ins Labor kommen. Ziehen Sie die Wasserprobe zu Beginn der Woche. Versenden Sie per Express oder bringen Sie die Probe gleich selbst ins Labor. Eine lange Stehzeit und Erwärmung der Probe kann zu falschen Ergebnissen führen.

  1. Wo liegt das Problem?

Nach dem Erhalt der Ergebnisse müssen diese richtig eingeordnet werden. Sollten die Keimzahlen im Brunnenwasser zu hoch sein, ist das ein erster Entscheidungspunkt. Passt die Qualität nach dem Windkessel, aber am Nippel nicht mehr, müssen Sie auch den Biofilm in den Leitungen in den Fokus nehmen. Vor allem Kalk, Eisen und Mangan führen zu Ablagerungen. Diese verengen einerseits den Leitungsquerschnitt, andererseits haftet dort der Biofilm an. Für eine detailliertere Beurteilung der Eisen- und Mangangehalte gibt es kostenlose Schnelltest-Verfahren im Fachhandel.

  1. Welche Technik löst mein Problem?

Die am Markt vorhandenen Systeme lassen sich in zwei Übergruppen einteilen:

  • bakteriostatisch: Dieses Verfahren tötet die Bakterien nicht ab, es behindert nur deren Vermehrung.
  • bakterizid: Dieses Verfahren tötet Bakterien, Viren und Pilze ab. Dies kann chemisch aber auch physikalisch geschehen.

Wenn beispielsweise das Brunnenwasser mit Keimen belastet ist, wird ein bakterizid wirkendes System die beste Wahl sein. Umgekehrt eignen sich bakteriostatische Verfahren gut zum Erhalten sauberer Leitungen.

  1. Welche Technik ist am Markt vorhanden?

Im Schweinebereich sind folgende Systeme in der Praxis anzutreffen: