AckerbauZwischenfrüchte einpflügen

Zwischenfrüchte einpflügen

Aus Angst vor dem Auflaufgetreide im Frühjahr setzen viele Betriebe im Herbst den Pflug an.
Quelle: Böck

Was tun mit den „Matten“ an Ausfallgetreide im Frühjahr? Probleme mit dem Durchwuchs von Ausfallgetreide ist für viele Landwirte ein Grund, noch im Herbst den Pflug anzusetzen. Die Tendenz ist steigend, seit das Glyphosat-Verbot Thema ist. Diese Flächen trocknen deutlich langsamer. Wer hier nicht bei Mais mit der Saat bis in den Mai warten möchte, muss die Flächen mit einem Grubber oder einem anderen Gerät aufreißen, um die Abtrocknung einzuleiten. Auf sehr nassen Böden entstehen hier schnell Schmierschichten, die den jungen Pflanzen das Wachstum deutlich erschweren. Weitere Probleme macht Ausfallgetreide wenn im Frühjahr Sommergetreide folgt. Speziell die Sommerbraugerste ist hier zu nennen. Da in diesem Fall der Besatz von Durchwuchsweizen die Qualität der Ware auf Futter reduziert, ist das ein negativer Einfluss, den es zu verhindern gilt.

 

Pflug ist kein Muss

„Wenn man die Begrünung schon umbricht, muss es nicht immer der Pflug sein“, so die Kernaussage von Josef Wasner von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Eine Bearbeitung mit einem Grubber, einer Scheibenegge oder Ähnlichem reicht oft aus. Wichtig wäre nur, die oberirdische Biomasse nicht auf den Kopf zu stellen und zu vergraben. Die Gründe hierfür wurden im ersten Beitrag bereits zur Genüge behandelt. Besonders nach so einem trockenen Jahr wie 2019 braucht man bezüglich etwaiger Schmierschichten keine große Angst zu haben. Auch wenn die Oberfläche oft feucht ist, so ist es unter den Zwischenfrüchten immer noch trocken. Diese trockene Schicht gilt es bei der Bodenbearbeitung zu treffen.