AckerbauZwischenfrüchte Düngen

Zwischenfrüchte Düngen

Quelle: Böck

Zwischenfrüchte haben zu Recht ein gutes Image. Sie blühen vielfältig und sind damit ein Eldorado für Insekten. Sie bauen viel Biomasse auf und sind somit eine Grundlage für Humusaufbau und Erosionsschutz. Sie stabilisieren gelockerte Böden im Krumenbereich sowie auch nach Bodenmelioration in tieferen Schichten. Sie speichern Nährstoffe von Wirtschaftsdüngern und nehmen sich auch des Reststickstoffs der Vorfrucht an. Eine Gründüngung verbessert aber auch allgemein die Funktionen im Boden. Sie erhöht das Porenvolumen für Luft und Wasser, und fördert zugleich das Bodenleben, was letztlich auch den Ertrag steigert. In einem mehrjährigen Versuch testete die Landwirtschaftskammer Steiermark (LK) zusammen mit der Steirischen Landwirtschaftlichen Umweltberatung auf einem trockengefallenen Gleyboden im Bezirk Leibnitz zehn verschiedene Gründüngungen in Reinsaat und in handelsüblichen Mischungen (Tab. 1). Der Versuch beinhaltet zusätzlich die Frage der Grundbodenbearbeitung mit Pflug oder Grubber. Ebenso wurden alle Varianten mit und ohne Schweinegülle in der Höhe von 60 kg Nff/ha gedüngt. Gesät wurde in Drillsaat. Die LK untersuchte die Biomasseerträge der verschiedenen Varianten am 21. Oktober und die Nmin-Werte sowohl im Herbst als auch im Frühjahr vor dem Maisanbau. Bei ausgewählten Varianten wurden im Herbst und im Frühjahr zusätzlich Profile ausgehoben, um das Wurzelbild zu analysieren.