AckerbauBodenZwei Arten der Kationenaustauschkapazität

Zwei Arten der Kationenaustauschkapazität

Die Fähigkeit des Bodens, Nährstoffe pflanzenverfügbar zu speichern, wird unter anderem durch die Kationenaustauschkapazität bestimmt.
Quelle: Böck

Ton- und Humusteilchen im Boden weisen eine negative Ladung auf. Daher können an deren Oberflächen positiv geladene Ionen – sogenannte Kationen – andocken und dadurch pflanzenverfügbar gebunden werden. Dazu zählen die dadurch vor Auswaschung geschützten Calcium- (Ca), Magnesium- (Mg), Kalium- (K) und Natrium (Na)-Ionen (Abb. 1). Bei starker Versauerung werden diese „basisch wirkenden“ Kationen ausgewaschen und zum Teil durch die „sauer wirkenden“ Aluminium- (Al), Eisen (Fe)- und Mangan (Mn)-Kationen ersetzt, hauptsächlich belegen dann aber saure H+-Ionen die Ladungsplätze (Abb. 1). Die Mengen der so austauschbar gebundenen Kationen sowie deren Summe wird als KAK bezeichnet. Sie wird durch Art und Gehalt an Tonmineralen und Humus bestimmt und erstreckt sich daher über einen weiten Bereich. Ton- und humusreiche Böden haben eine höhere KAK und damit auch ein höheres Speichervermögen als humusarme Sandböden.