BioAcker und GrünlandWirtschaftsdünger am Bio-Grünlandbetrieb einsetzen

Wirtschaftsdünger am Bio-Grünlandbetrieb einsetzen

Quelle: Agrarfoto

Mit der Aufbereitung, Zuteilung und Lagerung der hofeigenen Wirtschaftsdünger hat der viehhaltende Bio-Betrieb einen wichtigen Managementschlüssel in der Hand. „Wir düngen den Boden und füttern die Mikroorganismen, nicht die Pflanzen“, lautet eine Devise des biologischen Landbaus – wollen doch die unzähligen Bodenorganismen, in Summe bis zu 20 GVE/ha, gefüttert werden, um das sensible Netzwerk im Boden am Laufen zu halten. Der Grünlandwirt hat eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Wirtschaftsdünger bedarfsgerecht zuzuteilen. Richtig angewandt, sind alle Düngerarten, ob flüssig oder fest, wertvolle Nährstofflieferanten und Bodenverbesserer. Funktioniert jedoch das Zusammenspiel zwischen Ernteentzug, Bodenfruchtbarkeit und organischer Düngung nicht und wird der Kreislauf unterbrochen, entstehen Fehlentwicklungen im Pflanzenbestand, die uns darauf hinweisen. Die Aufgabe der Praxis ist es dann, die richtigen Hebel zu finden.

Mist als wichtiger Grunddünger

Da die Liegebereiche im Bio-Landbau mit organischen Materialien eingestreut werden, fällt am Bio-Betrieb der klassische Festmist mit verschiedenen Strohanteilen an. Werden Kot und Harn getrennt gesammelt, liegen zwei verschiedene Düngerarten am Betrieb vor, die auch unterschiedlich eingesetzt werden müssen: Im Mist sind vorwiegend Phosphor und organisch gebundener Stickstoff, Mineralstoffe und Spurenelemente vorhanden, während in der Jauche der leicht verfügbare Ammonium- Stickstoff sowie Kalium dominieren. Durch einen täglichen Auslauf auf befestigtem Untergrund mit Sammlung des anfallenden Düngerwassers erhält man außerdem stark verdünnte Jauchen und Güllen.

Organische Dünger und Behandlung