AckerbauGetreideWinterweizen, Winterdurum und Dinkel

Winterweizen, Winterdurum und Dinkel

Eine optimale Sätechnik, die passende Sorte und hochwertiges Saatgut tragen zum Erfolg in der Weizenproduktion bei. Foto: Oberforster

Das Getreide musste in diesem Jahr mit starken Wettergegensätzen zurechtkommen. Von Februar bis Ende April war es gebietsweise zu trocken, der Mai brachte ein kühles, nasses Wetter, und im Juni war es heiß und niederschlagsarm. Der Braunrost trat oft massiv auf. Sorten reagieren auf variable Wachstumsbedingungen nicht immer gleich. Ergebnisse mehrjähriger Prüfungen ermöglichen deshalb präzisere Aussagen zu den Werteigenschaften als Beobachtungen aus einer einzelnen Saison.

 

Hauptkrankheit Braunrost

Die Feuchtigkeit im Mai in Verbindung mit höheren Temperaturen im Juni förderte den Weizenbraunrost. Er war heuer weit verbreitet und schädigte Weich- und Durumweizen, Triticale, Dinkel, Emmer und Einkorn. Der Braunrost bildet infolge erblicher Veränderungen Rassen mit unterschiedlicher Pathogenität aus. Viele Sorten werden im Laufe der Zeit rostanfälliger. Teils gravierende Symptome zeigten Activus, Augustus, Bernstein, Christoph, Edelmann, Ehogold, Element, Emilio, Energo, KWS Epilog, Hewitt, Ludwig, Messino, Midas, Mulan, Pedro, Richard, Roland, Sailor, Siegfried, Spontan, Tiberius und Tilliko. Einige Sorten verhielten sich etwas abweichend von ihrer Einstufung bzw. ungleich in den Anbauregionen. Florencia und Frisky verfügen weiterhin über eine hohe Abwehrkraft. Aktuell muss sich die Braunrostkontrolle auch wesentlich auf die azolhältigen Fungizide stützen.