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Wieder weniger Milchbauern

Mittlerweile gibt es in Österreich weniger als 25.000 Milchbauern.
Quelle: Vetta

Die Zahl der Milchbauern in Österreich sank in nur einem Jahr um 963 Betriebe (3,8 % weniger als im Jahr 2019). Dies teilte die Agrarmarkt Austria mit.

Innerhalb der Bundesländer ging die Anzahl der Milchlieferanten in Niederösterreich (-6,5 %) am stärksten zurück, sie beläuft sich nun auf 4.162. In Oberösterreich stellten 300 Landwirte ihre Lieferungen ein. Die Anzahl der aktiven Betriebe sank in diesem Bundesland auf 6.362. In der Steiermark gibt es noch 3.900 bäuerliche Milchlieferanten (-3,9 %), in Tirol 3.950 (-1,7 %), in Salzburg 3.323 (-1,9 %), in Kärnten 1.714 (-2,3 %), in Vorarlberg 1.148 (-2,8 %) und im Burgenland ist deren Zahl um 4,4 % auf 86 Betriebe gesunken.

Milchanlieferung in Österreich gesunken

Auch die Milchanlieferung ist in Österreich im vergangenen Jahr um 2,1 % gesunken. Auch in Frankreich (-1,4 %), Deutschland (-1,1 %) und in den Niederlanden (-0,4 %) wurde weniger Milch angeliefert. In der EU ist diese in Summe um 1,6 % gestiegen. Im Dezember lag sie nur mehr um 0,2 % über dem Vorjahresniveau, wobei die Entwicklung in den Mitgliedsländern unterschiedlich verlief. In Italien (+3,5 %), Irland (+4,6 %) und Polen (+1,2 %) wurde spürbar mehr Rohmilch von den Molkereien übernommen. Dies geht aus aktuellen Berechnungen der Milchmarktbeobachtungsstelle der EU-Kommission hervor.

Auch in den anderen großen Milchexportländern verlief die Entwicklung uneinheitlich: In Neuseeland übertraf die Anlieferung im Dezember 2020 das Vorjahresniveau um 0,7 %. Von Juni (Beginn der Milchsaison) bis Dezember 2020 wurde ein Plus von 0,8 % verzeichnet. In Australien wurde die Liefermenge im Dezember witterungsbedingt um 1,9 % reduziert, während von Juli bis Dezember gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 0,8 % gemeldet wurde. Weiterhin nach oben zeigt die Lieferkurve in den USA. Hier kam es im Dezember zu einer Steigerung von 3,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat, im gesamten Kalenderjahr 2020 wurde von den Verarbeitern um 2,1 % mehr Rohmilch übernommen als im Jahr davor.