AckerbauBodenbearbeitungWie wirkt die Bodenbearbeitung auf den Erosionsschutz?

Wie wirkt die Bodenbearbeitung auf den Erosionsschutz?

Unterschiede in der Bodenbedeckung bei unterschiedlicher Strohzerkleinerung (links – unzerkleinert, Mitte – mit Unterbauhäcksler zerkleinert, rechts – mit Unterbauhäcksler und Mulcher zerkleinert.)
Quelle: Handler

Die Bodenbedeckung verhindert, dass bei starkem Regen die aufschlagenden Tropfen die Bodenaggregate zerstören. Sie vermindert Verschlämmungen und Erosion. Gleichzeitig steigt aber auch die Infiltration von Wasser. Die Ernterückstände bilden auch kleine Dämme, die den Wasserabfluss verlangsamen. Bei der Bodenbearbeitung entstehende Brocken, verzögern zudem durch deren Rauheit den oberflächlichen Wasserabfluss bei starkem Regen. Wir von der HBLFA Francisco Josephinum haben uns im Zuge eines Bodenbearbeitungsversuchs nach Körnermais des Versuchsreferats und der Landwirtschaftskammer Steiermark, die Rauheit der Bodenoberfläche und die Bodenbedeckung mit Ernterückständen genauer angesehen. Vorfrucht und Nachfrucht war Körnermais.

 

Seichtes oder tiefes Arbeiten

Um den Effekt der Bearbeitungstiefe zu untersuchen, wurde ein Pflug mit einer Arbeitstiefe von 22 bzw. 28 cm und ein Grubber mit 3 m Arbeitsbreite mit elf Meißelscharen bei 22 und 30 cm Arbeitstiefe verglichen (Abb. 1). Die Bodenbedeckung nach dem Pflug lag unter einem Prozent. Es lagen nur einzelne Blattund Stängelteile an der Oberfläche. Nach dem Grubber war der Boden im Mittel bei einer Arbeitstiefe von 22 cm zu neun Prozent und bei einer Arbeitstiefe von 30 cm zu acht Prozent bedeckt. Damit unterschied sich der Grubber signifikant vom Pflug. Die Arbeitstiefe hatte aber keinen signifikanten Einfluss. An einzelnen Stellen der Grubberparzellen wurden Bedeckungsgrade von 20 % erzielt. Bei der größeren Arbeitstiefe schwankten die Messwerte innerhalb der Parzellen tendenziell stärker.