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Weniger Schweine in China

(Foto: Hung Chung Chih/shutterstock.com)

Viele kleinere Betriebe geben in China die Schweinehaltung auf. Umweltauflagen, niedrige Preise und vor allem die Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zwingen die Betriebe zur Produktionsaufgabe. Nach offiziellen Zahlen des Pekinger Landwirtschaftsministeriums ist der Schweinebestand im Februar 2019 im Vorjahresvergleich um 16,6 % kleiner ausgefallen. Die Zahl der Sauen ist mit einem Minus von 19,1 % noch stärker eingebrochen. Gegenüber dem Jänner hat der Gesamtbestand um 5,4 % und die Zahl der Zuchtsauen um 5,0 % abgenommen. Experten gehen davon aus, dass die chinesische Schweinefleischerzeugung im laufenden Jahr spürbar rückläufig sein wird. Auch wenn die Nachfrage der heimischen Verbraucher sinkt, wird sich der Einfuhrbedarf deutlich erhöhen. Die Regierung versucht möglichen Versorgungsengpässen vorzubeugen und hat am vorvergangenen Freitag mit einem zweiten Programm zum Aufkauf von Schweinefleisch von 50.000 t für die staatliche Reserve begonnen. Vermarkter in der Europäischen Union berichteten bereits seit Anfang März von einer lebhafteren Schweinefleischnachfrage aus China und mehr Kaufabschlüssen. Doch neben der EU und Brasilien scheinen auch die USA, ungeachtet der weiterhin bestehenden Strafzölle, von der Angebotsverknappung in der Volksrepublik zu profitieren. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) meldete kürzlich, dass in der ersten Märzwoche 23.800 t Schweinefleisch nach China verkauft wurden. Das war die größte Bestellmenge seit rund zwei Jahren.