RindKälberWeniger Kälber exportieren

Weniger Kälber exportieren

Der Betrieb Feichtinger kauft die meisten Kälber für die Mast direkt von Braunviehzüchtern in der Umgebung. Foto: Auinger

Stierkälber von Milchrassen wie Holstein oder Braunvieh sind bei den inländischen Mästern nur ungern gesehen. Geringere Zunahmen und damit eine längere Mastdauer schrecken heimische Landwirte ab, die auf die Mast von Zweinutzungsrassen spezialisiert sind. Darum werden viele dieser Kälber außerhalb des Landes gemästet. Der Rindersortierstall Bergheim bei Salzburg ist ein wichtiger Schauplatz, wenn es um den Export österreichischer Kälbern geht. Bedingt durch seine zentrale Lage innerhalb Österreichs findet in Salzburg die Abfertigung vieler Kurz- und Langstreckentransporte statt. Der Sortierstall wird von der Erzeugergemeinschaft Salzburg Rind und vom Südtiroler Viehgroßhandelsunternehmen Bozen Import genutzt. Nach Medienberichten über Missstände bei Kälbertransporten setzte Bozen Import die Abholung Anfang April eine Woche lang aus. Seither geben Amtstierärzte im Bundesland Salzburg Transporte nach Bozen nur mehr an landwirtschaftliche Bestimmungsbetriebe frei.

Franz Zehentner, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Salzburg Rind: „Wir sind das letzte Glied in der Kette“

„Die Exporte laufen wieder, aber es wird nicht mehr an Sammelstellen als Bestimmungsort abgefertigt. In Salzburg gibt es keine spezialisierten Kälbermäster. Dennoch mästeten unsere