MarktSchweinemarktWeiterhin Preisdruck am Schweinemarkt

Weiterhin Preisdruck am Schweinemarkt

(Foto: Archiv)

Schwaches Angebot und schwache Nachfrage prägen den europäischen Schweinemarkt, berichten Styriabrid und Ö-Börse in ihrem aktuellen Marktbericht.
Mit Ausnahme der Mittelmeerländer Frankreich, Spanien und Italien, wo die Sommerhitze das Schweinewachstum am stärksten beeinträchtigt und andererseits der Fleischabsatz sommertourismusbedingt floriert, herrscht in den übrigen EU-Ländern eine hartnäckige Sommerflaute auf den Fleischmärkten. Das durch eine unnötige Exportsperre nach Philippinen ausgelöste stärkere Minus in der Vorwoche in Deutschland wirkt noch nach.
Deutliche Preisnachlässe bei Teilstücken waren die Folge. Die Kaufzurückhaltung ist eher gestiegen und die gewünschte Belebung beim Industriefleischabsatz blieb aus. Vor diesem Hintergrund konnte sich trotz geräumter Lebendmärkte die Vereinigung der deutschen Erzeugergemeinschaften dem Abnehmerdruck nicht widersetzen. Der VEZG Preis verlor abermals 3 Cent und liegt nun bei 1,74 Euro/kg Schlachtgewicht.

In Österreich sind schlachtreife Schweine anhaltend knapp und gesucht. Mit nur 84.000 klassifizierten Schweinen verzeichnet die abgelaufene Woche einen Minusrekord an Schlachtungen. Zum Vergleich: In vollen Arbeitswochen bei ausreichender Marktbeschickung werden ca. 100.000 Schweine geschlachtet und klassifiziert. Und trotzdem bleibt der Fleischmarkt ausreichend versorgt. Auf Urlaub weilende Stammkunden sowie reichlich billigeres Angebot aus dem Ausland sind zwei Hauptgründe die Branchenvertreter als Ursache für ihr Kaufverhalten anführen. In der Konsequenz wurde an der Ö-Börse ein Minus von 3 Cent fixiert.

Die Mastschweine-Notierung der Österreichbörse für die Börsewoche 29/30 liegt damit bei 1,74 Euro (Berechnungsbasis 1,64 Euro) je kg Schlachtgewicht.

(Quelle: Styriabrid, Ö-Börse)