LandtechnikBranchennewsWas wurde aus dem Variofield-Grubber?

Was wurde aus dem Variofield-Grubber?

Der Variofield ist ein patentiertes Bodenbearbeitungsgerät, das sich jederzeit mit wenigen Handgriffen den unterschiedlichen Einsatzbedingungen anpassen lässt. Fix sind nur die Rahmenhöhe und der Balkenabstand. Alles andere – die Werkzeuge wie Grubberzinken oder Scheiben, der Strichabstand, der Nachläufer – ist „Vario“. Ein interessantes Konzept, aber hält es auch, was es verspricht? Wir fragen nach.

LANDWIRT: Herr Dick, Sie haben vor etwa zwei Jahren die Firma Dickson gegründet und ein halbes Jahr später den Variofield-Grubber vorgestellt. Was hat sich seitdem getan?

Bernhard Dick: Wir haben mit unserem Online-Konfigurator und Direktvertrieb knapp 40 Geräte verkauft. Dabei sind wir auf jede Menge Kundenwünsche eingegangen und haben die Geräte teilweise sehr individuell ausgestattet.

Wohin haben Sie diese Maschinen verkauft?
Etwa die Hälfte in Österreich und die Hälfte in Deutschland. Einzelne Geräte haben wir auch in die Slowakei, nach Ungarn, Italien und in die Schweiz geliefert.

Auf welche Kundenwünsche sind Sie eingegangen?
Manche Kunden hatten speziell bei den Walzen und Werkzeugen individuelle Wünsche. Die Messerwalze und Säeinheiten mussten wir zum Beispiel erst entwickeln.

Wird die Möglichkeit dieser „variablen Bodenbearbeitung“ in der Praxis auch genutzt?
Ja, unsere Kunden nutzen die Möglichkeiten dieses Vario-Systems voll aus. Angefangen von der einmaligen Optimierung auf den jeweiligen Einsatz bis hin zum Umbau einzelner Module zwischen Frühjahres- und Herbstanwendung. Hinzukommt, dass unsere Kunden immer wieder auf neue Ideen kommen und sich weitere Module oder andere Werkzeuge dazukaufen. Diese relativ kostengünstige Möglichkeit der Erweiterung ist ein großer Vorteil.

Sie sind mit den beiden Grubbern Variofield 3000 und 4200 gestartet. Seit kurzem präsentieren Sie auf Ihrer Homepage auch ein- und zweibalkige Modelle. Ist das der Start einer ganzen Produktpalette?
Genau. Neben dem dreibalkigen Grundrahmen bieten wir nun auch einen vierbalkigen, einen zweibalkigen und einen einbalkigen für den Front- und Heckanbau an. Kombiniert man einen einbalkigen Grubber in Front mit einem dreibalkigen im Heck, hat man ein vierbalkiges Gerät mit einer besseren Gewichtsverteilung. Das Rahmenprofil mit den Schnellverschlüssen für die Werkzeugelemente ist immer dasselbe. Das macht unser System so flexibel. So können wir zum Beispiel in kürzester Zeit aus einem ein- oder zweibalkigen Grubber ein Hackgerät oder einen Dammformer machen. Kommt ein Lohnunternehmer zum Kunden, kann er die Maschine im Nu an die Reihenweite anpassen. Ein zweibalkiges Hackgerät hat den Vorteil, dass man die Hackelemente aufteilen kann. Dadurch werden sie leichter, man packt sie lieber an und sie sind einfacher zu verstellen.

Ab wann kann man bei Ihnen die Hacktechnik kaufen?
Wir haben in letzter Zeit in enger Kooperation mit vielen Kunden viel konstruiert, entwickelt und neue Produkte entstehen lassen. Unsere große Herausforderung ist jetzt, wie wir das mit der Fertigung schaffen. Es gibt jede Menge Kundenanfragen. An unserem bisherigen Standort in Pram können wir das alleine nicht bewältigen.

Die Fertigung könnte man ja auch auslagern, oder?
Welchen Weg wir da einschlagen, ist noch offen. Es gibt auch Anfragen von namhaften Herstellern, die an einer Zusammenarbeit bzw. an unserem Patent interessiert sind. Durch unsere Auszeichnungen (Gewinner der Landtechnikinnovation, Anm.) sind auch reine Investoren auf uns aufmerksam geworden.

Können Sie da schon Namen nennen?
Zum jetzigen Zeitpunkt würde das unsere Verhandlungen gefährden. Aber in wenigen Wochen oder Monaten kann ich Ihnen sicher sagen wohin unsere Reise geht.

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