ForstWaldböden gut mit Wasser versorgt

Waldböden gut mit Wasser versorgt

Derzeit sind die Waldböden wieder ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Foto: Klaus Reitmeier/shutterstock.com

Nachdem der „Jahrhundertsommer“ im vergangenen Jahr auch in Bayern zu teilweise starken Trockenstressreaktionen der Waldbäume geführt und die Anfälligkeit gegenüber dem Borkenkäfer und anderen Schaderregern erhöht hatte, sind die Wasserspeicher der Waldböden im Freistaat jetzt überwiegend wieder gut gefüllt. Das zeigen nach Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) aktuelle Messdaten und Modellrechnungen an den 18 Waldklimastationen (WKS) sowie regionale Niederschlagsdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Auch an Standorten oder in Regionen mit geringen Niederschlägen seien zumindest die Oberböden bis 60 cm Bodentiefe unabhängig von ihrem Speichervermögen wieder ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Das sei insbesondere für die jetzt anstehende Pflanzung junger Bäume wichtig, erläuterte die LWF. Vollständige Entwarnung will die Landesanstalt jedoch noch nicht geben, denn grundsätzlich müsse beachtet werden, dass die jeweilige Wasserspeicherung der Böden je nach Bodenart und -struktur unterschiedlich sei. Je flachgründiger und je geringer das Speichervermögen der Waldböden sei, desto rascher geschehe die Wiederauffüllung, aber auch die erneute Austrocknung. Beim aktuellen Füllstand der Bodenwasserspeicher unterscheide sich das Risiko von Frühjahrs- Frühsommertrockenheit in der bevorstehenden Vegetationsperiode nicht maßgeblich von den Vorjahren, erläuterte die LWF. Es komme deshalb auf die weitere Niederschlagsentwicklung an. Zudem lasse sich derzeit noch nicht absehen, ob die extreme Trockenheit 2018 nicht nur Wachstum und Vitalität, sondern auch das Wurzelsystem der Waldbäume stärker beeinträchtigt habe.