ForstWälder im Trockenstress

Wälder im Trockenstress

Trockenheit im Wald
Unter den Hauptbaumarten haben die Fichte und die Buche am stärksten durch Trockenheit zu kämpfen. Foto: Zettler

Zu Beginn der Vegetationsperiode 2019 waren die Oberböden und der durchwurzelte Bereich der Wälder in weiten Teilen Südbayerns wieder ausreichend mit Wasser versorgt. Wie Messergebnisse an Waldklimastationen bestätigen, war die Wasserversorgung der Pflanzen im Frühjahr daher wieder uneingeschränkt gewährleistet. Intensive Niederschläge Anfang Mai haben die Höhe des Bodenwasserspeichers nochmals verbessert, sodass sich das diesjährige Risiko von Frühjahrs- und Sommertrockenheit nicht wesentlich von den Vorjahren unterscheidet. Diese zufriedenstellende Situation täuscht jedoch darüber hinweg, dass Wassermangel in Zukunft eine bedeutendere Rolle einnehmen wird. Denn die Folgen extremer Trockenjahre und damit auch die wirtschaftlichen Einbußen sind bei einigen Baumarten noch Jahre später zu erkennen.

So reagieren die Wirtschaftsbaumarten

Unter den Hauptbaumarten hat die Fichte am stärksten durch Trockenheit zu kämpfen. Besonders in Reinbeständen sind die Folgen von Wassermangel weitreichend. Hier reagiert die Fichte nicht nur mit einem spürbaren Rückgang des Durchmesserzuwachses sondern auch mit einer langen Erholungsphase auf extreme Trockenjahre. Noch gravierender als die Einbußen beim Holzzuwachs ist die erhöhte Anfälligkeit trockenheitsgeschwächter Fichten für Schadinsekten. Auch die Buche reagiert auf akuten Wassermangel mit einer Reduzierung des Radial- und Höhenzuwachses und zudem kurzfristig mit Blattabwurf wie im Sommer 2018. Die Erholungsphase ist meistens jedoch deutlich kürzer als bei der Fichte. Der große Vorteil der Buche liegt