ForstVierte bundesweite Waldinventur geplant

Vierte bundesweite Waldinventur geplant

Die Inventur soll unter anderem über Zustand und Veränderung des Waldes Aufschluss geben. Foto: Jäger

Die bisherigen Bundeswaldinventuren gab es in den Jahren 1987, 2002 und 2012. Einzelheiten zur erneuten Waldinventur legt die Vierte Bundeswaldinventur-Verordnung fest, die jetzt dem Bundesrat zur Zustimmung zugeleitet worden ist. Im Ergebnis der anstehenden forstlichen Großrauminventur auf Stichprobenbasis sollen unter anderem die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung beurteilt und eine großräumige Abschätzung von Zustand und Veränderung des Waldes vorgenommen werden können. Ferner dient die Waldinventur dazu, zuverlässige Informationen über die Holznutzung in den verschiedenen Eigentumsarten zu gewinnen und eine verlässliche Datenbasis für Investitionsentscheidungen der Forst- und Holzwirtschaft zu schaffen. Der Zuwachs in den Wäldern im Vergleich zur vorherigen Inventur soll ebenso erfasst werden, ebenso die ökologischen Auswirkungen von Umweltveränderungen, vor allem des Klimawandels. Die Bundeswaldinventur wird laut der Verordnung nach einem einheitlichen Stichprobenverfahren mit gleichmäßiger Verteilung der Proben über das gesamte Bundesgebiet durchgeführt. Die Stichproben liegen auf Schnittpunkten eines bundesweiten Gitternetzes im 4 km mal 4 km Quadratverband. Die meisten Länder verdichten das Stichprobennetz nach einem vorgegebenen Schema, um die Aussagekraft inhaltlich und regional in bestimmten Bereichen wie etwa dem Zuwachs in hohen Baum-Altersklassen zu verbessern. Die Grunddatenerhebung pro Stichprobenpunkt umfasst die Betriebsart, die Eigentumsart, die Waldstruktur, die Baumarten, ferner Alter, Durchmesser und Baumhöhe, Geländemerkmale, besondere Baummerkmale, Totholz sowie Landnutzung vor oder nach Wald.