LandlebenDirektvermarktungVerpackungen für den Versand: „Es ist alles aufeinander abgestimmt“

Verpackungen für den Versand: „Es ist alles aufeinander abgestimmt“

Sebastian Leicht, 36, vor dem Firmengebäude in Lichtenfels, Bayern.
Quelle: Numßen

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich mit Kühlmaterial zu beschäftigen?
Sebastian Leicht: Im Sommer 2014 waren ein paar Freunde und ich für ein paar Tage in Nürnberg beim Festival ,Rock im Park‘. Musik hören, zelten, essen und trinken. Nach ein, zwei Tagen waren unsere Fleischvorräte nicht mehr fisch. Wir hatten sie in 08/15 Kühlboxen mit Plastik-Kühlakkus verstaut. Das Bier war lauwarm. Marco Knobloch, damals noch Ingenieur in der Automobilbranche, und ich fingen an, Kühlakkus zu entwickeln. Und das noch im gleichen Jahr mit einer Schlauchbeutelmaschine in der Garage… Wir gründeten unsere Firma easy2cool.

In der Garage angefangen zu tüfteln… Bill Gates und Steve Jobs lassen grüßen!
(lacht) So ähnlich. Inzwischen haben wir eine Festival-Box entwickelt. Fleisch, Bier, Wasser – alles bleibt frisch und kühl. Vier Tage lang. Und das ohne Strom. Unsere Kühlbox besteht aus zu 100 Prozent recyclingfähigen Materialien.

“Papier isoliert hervorragend. Außerdem kann man es einfach entsorgen und wiederverewerten”

Sie haben neben der Festival-Box auch Isoliermaterial für den Versand im Programm. Viele Direktvermarkter müssen beim Verschicken ihrer Pakete Kompromisse in Bezug aufs Verpackungsmaterial eingehen, Stichwort recyclebare Materialen.
Deshalb setzen wir bei unserem paperfloc-Isoliermaterial hauptsächlich auf Papier. Das isoliert hervorragend. Es kann einfach entsorgt und wiederverwertet werden. Die Kunden, die beim Direktvermarkter hochwertiges Bio-Rindfleisch bestellen, gehen davon aus, dass mit den Tieren gut umgegangen wird. Dass der Bauer den Betrieb nachhaltig und ökologisch führt. Paket und Isoliermaterialien signalisieren dem Empfänger sofort, ob der ,Umwelt-Bio-Gedanke‘ vom Direktvermarkter gelebt wird.