MarktSchweinemarktUnterschiedliche Verhältnisse am Schweinemarkt Anfang Juli

Unterschiedliche Verhältnisse am Schweinemarkt Anfang Juli

Hier lesen Sie, wie sich der Schweinemarkt in der EU und in Österreich entwickelt.
Quelle: Mark Agnor/shutterstock.com

Die um zwei weitere Wochen verlängerte Sperre des größten Schlachthofes in Deutschland führt zunehmend zu erheblichen Überhängen an überreifen Schlachtschweinen, wodurch die deutsche Notierung 6 Cent nachgeben musste. Starke Lieferländer von Schweinen nach Deutschland wie Belgien und Holland melden ebenfalls erhebliche Absatzprobleme und drehen die Preiskurve ebenso abwärts. Besser läuft es hingegen im Süden der EU. Spanien und Italien spüren den Sommertourismus und melden gut behauptete Preise. Das temperaturbedingt schwächere Wachstum der Schweine lässt das Angebot in diesen Regionen schwächeln. Besorgt zeigen sich jedoch alle Länder, da die Exporte nach China nur mehr von absolut Corona-freien Schlachthöfen durchgeführt werden kann.

Österreichischer Schweinepreis unverändert, Marktlage stabil

In Österreich liegen Angebot und Nachfrage gleich auf. Die Diskussionen zur Marktlage entlang der gesamten Wertschöpfungskette befasst sich zurzeit ausschließlich mit der Coronakrise in Deutschland und den möglichen Folgen für die gesamte Branche. Die heimische Fleischwirtschaft bekundet medial den Vorzug für heimischen Rohstoff, der LEH bewirbt 100 % Österreich. Daraus ableitbare zusätzliche Absatzimpulse wünscht sich die Schlachtbranche. Das unterdurchschnittliche Angebot an der Ö-Börse konnte gut disponiert werden, wodurch die Schlachtschweine-Notierung wie auch schon in der Vorwoche auf unverändertem Niveau festgelegt wurde.

 

Aktuelle Mastschweinenotierungen für Österreich

Mastschweinepreis 2.7. bis 8.7.2020

Mastschweine-Basispreis: 1,53 Euro (+/- 0,00)

Zuchten-Basispreis: 1,23 Euro (- 0,03)

 

Quelle: Ö-Börse