LandlebenDirektvermarktungUnterricht im Hofladen

Unterricht im Hofladen

Von Birgit LANG, LANDWIRT Redakteurin

An der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Imst kommt fast jeder Schüler früher oder später mit dem Thema Direktvermarktung in Berührung. Im Laufe der Schulstufen kreuzt sie immer wieder die Klassenräume und ist fester Bestandteil des Unterrichts in den verschiedenen Fächern. Dank des schuleigenen Hofladens endet der praktische Unterricht nicht beim fertigen Produkt, sondern die Schüler erfahren auch etwas über die Vermarktung. Was es bedeutet, mit Kennzeichnungsvorschriften, Sortimentsgestaltung, Werbung und echten Kunden zu tun zu haben, dafür ist der Hofladen ein perfektes Beispiel zum Anfassen. Dabei stützt sich das Geschäft keineswegs auf wohlwollend einkaufende Schülereltern, die Kunden kommen aus der ganzen Region. „Wir haben hier einen echten Hofladen mit richtigen Kunden, und die stellen echte Anforderungen“, erklärt Direktor Josef Gstrein. Es ist eben keine simulierte Übungsfirma, sondern ein echtes Geschäft zu führen. So sind die Schüler auch mit den realistischen Anforderungen für die Direktvermarktung konfrontiert und können am Praxisbeispiel lernen. Das war seit den Anfängen ein wichtiges Ziel für Direktor Gstrein. Als es hieß, die Schulen sollten vermehrt Projekte durchführen, wollte er etwas Bleibendes schaffen und so wurde die Idee des Hofladens geboren. Das war im Jahr 2001, und seitdem hat sich an der LLA Imst einiges verändert.