SchweinSchweinefütterungTipps zur Konservierung von Körnerhirse

Tipps zur Konservierung von Körnerhirse

Körnerhirse kann sowohl in Ganzkornsilos als auch in Mussilos gelagert werden.
Quelle: Archiv

Variante 1: Konservierung im Maiskornsilage-Silo (Mussilo):

Für die Konservierung ist eine ausreichende pH-Absenkung durch die Milchsäuregärung notwendig.

Empfehlungen für den Mussilo

  • Gemuste, also geschrotete Hirse ist gut konservierbar, wenn die Konservierungsregeln ähnlich wie bei Mais-Mussilagen eingehalten werden.
  • Abhängig vom Trockenmassegehalt (Erntezeitpunkt) der gemusten Hirsekörner zeigten sich stark schwankende Konservierungsergebnisse bezüglich der Säureproduktion und folglich auch beim pH-Wert.
  • Die Empfehlung für die anzustrebende Erntefeuchtigkeit liegt bei 27–33 % und ist somit ähnlich wie bei gemustem Körnermais.

Die Bedeutung der Erntefeuchte bestätigten auch die Silierversuche in Laborgläsern, die zur Gänze ohne Silierzusätze durchgeführt wurden. Bei den untersuchten Proben war die Milchsäure für die pH-Absenkung hauptverantwortlich. In den Proben konnten nur minimale Buttersäure- und Ammoniakgehalte festgestellt werden.

Variante 2: Konservierung im Ganzkornmaissilage-Silo:

Für den Versuch wurde Körnerhirse als ganzes Korn in einen gasdichten Ganzkornmaissilage-Silo (GKS) eingefüllt. Die Konservierung erfolgte dabei wie beim Mais durch eine ausreichende CO2-Bildung. Die Hirse wurde erst bei der Entnahme mit Ganzkornmühle geschrotet.

Empfehlungen für den Ganzkornsilo

  • Das GKS-Silosystem muss gasdicht sein. Dies ist leider in der Praxis nicht immer gegeben (Gassack, Leitungen, Überdruckventil…). Eine Kontrolle auf Dichtheit ist daher extrem wichtig.
  • Die Erntefeuchte soll mit 25–30 % etwas tiefer als beim Feuchtmais liegen.
  • Bei zu geringer Trockenmasse steigt die Gefahr der Brückenbildung im Silo.
  • Mit höherer Trockenmasse bei der Ernte werden die mikrobiellen Aktivitäten deutlich reduziert. Das bedeutet weniger Abbau leicht löslicher Kohlenhydrate und geringere Bildung von Milchsäure und Essigsäure. Gleiches gilt für andere Stoffwechselprodukte wie CO2 sowie für den Verbrauch an O2.