BioBio-MarktStabile Milchanlieferung 2020

Stabile Milchanlieferung 2020

2020 lieferten österreichische Bauern 3,384.412 t Milch an.
Quelle: Vetta

Im Gesamtjahr 2020 betrug die österreichische Milchanlieferung 3,384.412 t, wovon 247.218 t an Verarbeiter in benachbarten EU-Mitgliedsländern gingen. Die inländischen Molkereien übernahmen 3,137.194 t, diese Menge lag nur minimal unter dem Vorjahresniveau (-0,08 %). Von dieser Anlieferung entfielen 395.558 t auf Bio-Milch, 315.153 t auf Heumilch und 205.161 t auf Bio-Heumilch. In Summe erreichten diese drei Spezialmilchsorten einen Anteil von knapp 30 %, was im internationalen Vergleich einen sehr hohen Wert darstellt.

Mehr Butter und Käse erzeugt

Aus der angelieferten Rohmilch erzeugten die heimischen Molkereien im Jahr 2020 laut vorläufigen AMA-Berechnungen rund 54.500 t Trinkmilch (-8,3 % gegenüber dem Vorjahr), 356.500 t (+4,6 %) länger frische Trinkmilch (ESL-Milch) und 429.200 t (+11,6 %) Haltbarmilch. Damit hielt der positive Absatztrend bei länger haltbaren Trinkmilchprodukten weiter an. Relativ stabil blieb die Erzeugung von Mischtrunk mit 342.300 t (-0,2 %).

Eine deutliche Steigerung wurde bei der Herstellung von Butter verzeichnet, hier legte die Menge um 5,1 % auf 38.400 t zu. Etwas geringer war der Anstieg bei der Käseproduktion, die um 1,3 % auf 176.200 t erhöht wurde. Dem gegenüber wurde bei Speise- und Industrietopfen mit 30.100 t um 3,5 % weniger erzeugt.

Vollmilchpulver spielte in der österreichischen Milchverarbeitung kaum eine Rolle, hier schrumpfte die Menge im abgelaufenen Jahr um 97 % auf 34 t. Gleichzeitig wurde die Produktion von Magermilchpulver um 76 % auf knapp 8.900 t gesteigert. Mengenmäßig bedeutender ist Molkenpulver, wo die Erzeugung um 3 % auf 40.700 t zurückgenommen wurde.