SchweinSchweinefütterungSojaqualität richtig bewerten

Sojaqualität richtig bewerten

(Foto: Mayringer)

Die Sojabohne ist reich an hoch verdaulichen Aminosäuren. Sie ist der perfekte Mischungspartner für Mais und Getreide in der heimischen Rationsgestaltung für Schwein und Geflügel. Im hitze-unbehandelten Zustand (nativer Zustand) enthalten die Bohnen jedoch antinutritive Faktoren (ANF), wobei der Trypsininhibitor (TI) den wichtigsten Vertreter darstellt. Diese beeinträchtigen die Nährstoffverdaulichkeit und damit die tierische Leistungsfähigkeit bei Schwein und Geflügel massiv. Nur durch eine entsprechende Temperaturbehandlung von Sojaprodukten im Zuge der Toastung bzw. unter Anwendung von druckhydrothermischen Verfahren (z.B. Expansion, Extrusion) können diese ANF reduziert werden. Mit steigendem Temperatureintrag kann eine deutliche Reduktion der Trypsininhibitoren nachgewiesen werden. Eine thermische Überbehandlung kann jedoch auch wertvolle Inhaltsstoffe, im Speziellen Aminosäuren (besonders die erstlimitierende essenzielle Aminosäure Lysin), schädigen. Wird diese mögliche Verdaulichkeitsreduktion in den Rationsberechnungen nicht berücksichtigt, sinken die Mast- und Schlachtleistungen und erhöhen sich die Futterkosten.