HubJagdSo werden Sie zum Kitzretter

So werden Sie zum Kitzretter

Gute Kitzretter berühren das Kitz nicht mit der Hand! Handschuhe und ein Grasbüschel stellen sicher, dass die Ricke das Kitz wieder annimmt. Foto: DJV

Tierleben schützen

Vor dem eigentlichen Mähtermin hat es sich bewährt, die Wiesen vor der Mahd mit Jagdhunden abzusuchen. Knistertüten, Flatterbänder oder Kofferradios, die bereits am Vorabend aufgestellt werden, sind ebenfalls effektiv und kostengünstig: Rehe zum Beispiel sind beunruhigt und bringen ihren Nachwuchs in Sicherheit. Elektronische Wildscheuchen, die unterschiedliche Töne wie Menschenstimmen, klassische Musik oder Motorengeräusche aussenden, haben sich im Praxiseinsatz bewährt. Bereits eine Maßnahme pro Hektar zur Vertreibung wirkt, haben Experten herausgefunden. Abhängig von der Witterung können vor allem Drohnen, die nach Ergebnissen des Konjunkturbarometer Agrar in fast jedem 10. landwirtschaftlichen Betrieb in Deutschland im Einsatz sind, in Kombination mit Infrarot-Technik helfen, Jungtiere auf großen Flächen zu lokalisieren. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen.

Mähweise anpassen

Die Verbände empfehlen, das Grünland grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. Das gibt Rehen, Feldhasen oder Fasanen während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage verspricht die Begrenzung der Schnitthöhe auf etwa 15 bis 20 Zentimeter in der kritischen Aufzuchtzeit zusätzlichen Erfolg – gerade bei Rehkitzen, die sich instinktiv ducken, oder auch bei Bodenbrütern.

Frühmahd: Es wird empfohlen, das Grünland grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. (Quelle: DJV)

Frühmahd: Es wird empfohlen, das Grünland grundsätzlich von innen nach außen zu mähen. (Quelle: DJV)