MarktSchweinemarktSchweinepreise Anfang April halbwegs im Lot

Schweinepreise Anfang April halbwegs im Lot

Hier lesen Sie, wie sich der Schweinemarkt in der EU und in Österreich entwickelt.
Quelle: Mark Agnor/shutterstock.com

Je länger die massiven Einschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie andauern, desto aufwendiger ist das Umlenken der traditionellen Vertriebsschienen, weg vom Außer-Haus-Verzehr Richtung Zuhause-Konsum. Zeitlich versetzt, aber in ihrem Ablauf synchron, verlaufen die Verhaltensmuster der Konsumenten in den einzelnen Mitgliedsstaaten. Nach den Hamsterkäufen folgt die Woche in der die Fleischbranche praktisch rund um die Uhr arbeitet um die Fleischregale wieder aufzufüllen. Dann folgt die Woche der Ernüchterung, in der die Supermärkte nicht 100 % und nicht 50 % mehr bestellen, sondern lediglich 20 %.

Und damit wird klar, dass die Versorgung über den LEH den Ausfall der Außer-Haus-Verpflegung nicht zur Gänze kompensieren kann. Der italienische Fleischmarkt leidet zurzeit am meisten, die aktuellen Aktivitäten werden mit ca. 66 % beschrieben. Spürbarer Preisdruck wird auch aus Frankreich und Spanien gemeldet. In Deutschland (+/- 0,00) zeigt sich mittlerweile auch im LEH ein gewisser Sättigungsgrad. Weil das zur Verfügung stehende Angebot der Nachfrage ausgeglichen gegenübersteht und in den nächsten Tagen und Wochen grillfreundliches Wetter erwartet wird, konnte die Notierung stabil gehalten werden.

Österreichischer Schweinemarkt: Abnehmer forderten massives Minus

In Österreich macht sich der Rückstau der zum Erliegen gekommenen Gastro- und Gemeinschaftsverpflegung zunehmend bemerkbar. Speziell in Oberösterreich und Niederösterreich werden diesbezüglich Verzögerungen beim Absatz verzeichnet. Auch der Export wird insgesamt als schwierig bezeichnet. Weil Italien praktisch zur Gänze ausgefallen ist und China eher schleppend und weniger ertragreich als im Herbst läuft, wird kräftig ins Gefrierlager geschoben. Zwar lebt die Hoffnung, dass beim Anlaufen der Grillsaison die Ware wieder gut vermarktet werden kann, doch fehlt es zunehmend an verfügbarer Lagerkapazität. Vor diesem Hintergrund musste man den massiven Preisforderungen der Abnehmer an der Ö-Börse mit -2 Cent ein Stück weit Rechnung tragen.

Aktuelle Mastschweinenotierungen für Österreich

Mastschweinepreis 2.4. bis 8.4.2020

Mastschweine-Basispreis: 1,77 Euro (- 0,02)

Zuchten-Basispreis: 1,55 Euro (+/- 0,00)

 

Quelle: Ö-Börse