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Schweinepest hat Polen weiter fest im Griff

Die Afrikanische Schweinepest hat Polen weiter fest im Griff.
Quelle: Svajunas Stroinas/shutterstock.com

Entgegen anderslautenden Erwartungen ist die Kurve bei den Neuinfektionen mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Polen bislang nicht abgeflaut. Seit Jahresbeginn bis Mitte Mai wurden insgesamt 2 537 neue Fälle registriert, was deutlich über der betreffenden Zahl im Vorjahreszeitraum liegt.

Die Krankheit trat vergangene Woche in sechs Wojewodschaften auf, die sich über das ganze Land verteilen. Aus deutscher Sicht besonders bedenklich waren erneute Funde toter Wildschweine in der Wojewodschaft Lebus. Ein bestätigter Fall in der Gemeinde Zary befand sich nur rund 25 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Auch die erneuten Funde in den nur wenig weiter entfernten Kreisen Nowosolski, Wschowski und Zielona Gora zeigen, dass sich das Seuchengeschehen kurz vor dem deutschen Staatsgebiet keinesfalls beruhigt. Die Seuchenfunde konterkarieren damit die Einschätzung von Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski, der noch vor wenigen Wochen erste Anzeichen für ein Abflauen der seit 2014 in dem Land grassierenden Seuche ausgemacht haben wollte. Dafür sprach nach Darstellung des Ministers zu diesem Zeitpunkt, dass 77 zuvor auffällige Gemeinden zwischenzeitlich wieder als seuchenfrei galten. Einen anderen Standpunkt vertritt hingegen der Landesbauernverband Brandenburg (LBV), der weiterhin vor dem Übergreifen der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland warnt. Der Verband fordert deshalb die Errichtung einer festen Zaunanlage entlang der deutsch-polnischen Grenze.

Tipp

Die Afrikanische Schweinepest zeigt nicht immer sofort die typischen Symptome wie hohes Fieber. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag: Diese Symptome zeigt die Afrikanische Schweinepest mit Fallbeispielen aus Polen.