MarktSchweinemarktSchweinemarkt seit ASP-Ausbruch in BRD gebeutelt aber stabil

Schweinemarkt seit ASP-Ausbruch in BRD gebeutelt aber stabil

Hier lesen Sie, wie sich der Schweinemarkt in der EU und in Österreich entwickelt.
Quelle: Mark Agnor/shutterstock.com

Weitgehend unveränderte Notierungen wurden in der abgelaufenen Woche quer durch die EU kundgetan. Damit zeigen die Marktbeteiligten ein gewisses Bemühen, das Preisgefüge nicht noch weiter ins Wanken zu bringen. Aus dem ASP gebeutelten Deutschland werden unterschiedliche Verhältnisse zwischen Lebend- und Fleischmarkt berichtet. Während der Fleischmarkt nur mit massivem Preisverfall bei Nebenprodukten zu kämpfen hat, aber aufgrund fehlender Arbeitskräfte an den Zerlegebändern bei Edelteilen gar nicht überversorgt ist, plagen den Lebendmarkt teils erhebliche Überhänge. Bemühungen auf höchster politischer Ebene, die Exportschleusen nach China wieder zu öffnen, sind im Gange. Die Aussichten auf baldigen Erfolg werden allerdings durch anhaltend neue Funde von verendeten ASP-Wildschweinen konterkariert. Aktuell sind es 32 bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Deutschland. Wirklich hilfreich sind zurzeit die China-Exporte der zugelassenen Betriebe in anderen EU-Ländern. Vor allem Spanien, wo die Schlachtbetriebe an der Auslastungsgrenze die Container für die Verschiffung Richtung Shanghai befüllen.

Überhänge an Schlachtschweinen in Österreich gut platziert

In Österreich verzeichnen die Schlachtbänder Vollauslastung. Trotz mehr als 100.000 Stück Wochenschlachtung gelang es jedoch nicht, das durch Panikanmeldungen überhöhte Schweineangebot vom Markt zu räumen. So wurde seitens der Abnehmer versucht, die ca. 10-15 % vorzeitig gemeldeten Schweine in die folgende Woche zu verschieben. Die Erwartung eines stabilen Preises erleichterte dieses Unterfangen. Unruhe in der Branche stiftete ein Coronaproblem im größten Schlacht- und Zerlegebetrieb Oberösterreichs. Positiv getestete Mitarbeiter und Kontaktpersonen mussten die Schlachtbänder verlassen, sodass die Zerlegekapazität erheblich eingeschränkt war. Mitte bis Ende kommender Woche, also nach Ablauf der Quarantänezeit der betroffenen Mitarbeiter, dürfte laut Firmenangabe die übliche Arbeitskapazität wiederhergestellt sein. Da der Bedarf an schlachtreifen Schweinen insgesamt hoch ist, konnte das frische Angebot samt mitzuschleppender Überhänge an der Ö-Börse durchaus gut platziert werden. In der Konsequenz gelang die Preisfixierung auf unverändertem Niveau.

Aktuelle Mastschweinenotierungen für Österreich

Mastschweinepreis 17.9. bis 30.9.2020

Mastschweine-Basispreis: 1,40 Euro (+/- 0,00)

Zuchten-Basispreis: 1,08 Euro (+/- 0,00)

 

Quelle: Ö-Börse