MarktSchweinemarktSchweinemarkt: Deutschland bremst weiter Preisanstieg

Schweinemarkt: Deutschland bremst weiter Preisanstieg

Hier lesen Sie, wie sich der Schweinemarkt in der EU und in Österreich entwickelt.
Quelle: Mark Agnor/shutterstock.com

Nach 4-wöchiger Sperre wird nun seit 3 Wochen am Tönnies-Betrieb wieder geschlachtet – erst 1/3 und jetzt 2/3 der Kapazität vor der Sperre. Damit werden eigentlich immer noch mehr Schweine schlachtreif als weggeschlachtet werden können. Trotzdem dürfte sich die Lage entspannen. Die Erzeuger in Deutschland – und damit alle Berufskollegen in der EU – hoffen nun, dass auch für Tönnies das Absatzventil Richtung China wieder aufgeht. Aktuell könnte das wegen der Hitze schwächelnde Angebot mithelfen, die Nachwehen der Schieflage aufzulösen. Auch der Schulbeginn in einigen Bundesländern sollte positive Impulse liefern. Besser läuft es in den Mittelmeerländern Italien und Spanien, wo die Touristen für lebhafteren Absatz sorgen.

Österreich: Händeringende Suche nach Schlachtschweinen

In Österreich sind Schlachtschweine anhaltend rar. Weil das Angebot zurzeit nur bei 85 % liegt, suchen Schlachtbetriebe händeringend nach Auslastung. Andererseits wird das Geschäft mit Schweinefleisch zwar nicht so schlecht, aber nicht boomend beschrieben. Im Handel wird der gestiegene Angebotsdruck aus Deutschland für diese Verhältnisse verantwortlich gemacht. Speziell die Fleischindustrie nützt den aktuell günstigen Rohstoffbezug. Das frische Angebot an der Ö-Börse „disponiert sich von selbst“, erzeugerseitige Preisforderungen wurden mit Verweis auf die Preisverhältnisse am internationalen Markt abnehmerseitig massiv zurückgewiesen. Vor diesem Hintergrund wurde nach einem Preis-Plus am Schweinemarkt von 3 Cent in der Vorwoche auf unverändertem Niveau fixiert.

 

Aktuelle Mastschweinenotierungen für Österreich

Mastschweinepreis 13.8. bis 19.8.2020

Mastschweine-Basispreis: 1,46 Euro (+/- 0,00)

Zuchten-Basispreis: 1,13 Euro (+/- 0,00)

 

Quelle: Ö-Börse