ForstSchadholzanfall entscheidend für Preisentwicklung

Schadholzanfall entscheidend für Preisentwicklung

Die Aussichten für den Nadelschnittholzmarkt haben sich zwar auf hohem Niveau etwas eingetrübt, grundsätzlich geht man jedoch von einer positiven Entwicklung für das Jahr 2020 aus.
Quelle: Loschek

Der im Jahr 2017 aufgestellte Borkenkäfer- Schadholzrekord wurde bereits 2018 um rund eine Million Festmeter übertroffen und pendelte sich bei etwa 4,5 Millionen Festmeter ein. Mit Ausnahme des Monats Mai herrschten 2019 ebenfalls hervorragende Bedingungen für die Borkenkäfervermehrung. Eklatante Niederschlagsdefizite sowie überdurchschnittlich hohe Temperaturen in den „Hotspot-Gebieten“ schwächten die Bestände weiter, sodass auch 2019 der Holzmarkt in Österreich – aber auch in ganz Mitteleuropa – durch das massenhafte Auftreten negativ beeinflusst war. Daher ist für 2019 mit einem mindestens ähnlich hohen Borkenkäfer- Schadholzanteil wie im Vorjahr zu rechnen.

Überlastet mit Nadelsägerundholz

Im Jänner 2019 kam es aufgrund großer Schneemengen in den Gebirgslagen und Teilen des Wald- und Mühlviertels zu Schneebruchschäden. Es handelte sich größtenteils zwar um verstreute Einzel- und Nesterbrüche, jedoch wurde diese Menge mancherorts unterschätzt. Die Aufarbeitungsbedingungen waren – mit Ausnahme von den Gebirgslagen – sehr gut, sodass der Anlieferungsdruck von Nadelsägerundholz zu den Sägewerken von Jahresbeginn an enorm war. Trotz ausreichender Rundholzverfügbarkeit in Österreich, blieb der Import auf hohem Vorjahresniveau. In Südtirol hatte die Aufarbeitung des Sturms Vaia voll begonnen. Aufgrund fehlender Infrastruktur flossen diese Mengen jedoch wie erwartet sehr kontinuierlich auf den Markt. Ab März/April war der Nadelsägerundholzmarkt komplett überlastet.