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ROPA stellt neuen Tiger 6S vor

Der Tiger 6S von ROPA ist an der neuen Farbgebung zu erkennen.
Quelle: Hersteller

ROPA erweitert sein Segment der selbstfahrenden Zuckerrübenvollernter um das Modell Tiger 6S, daszur Erntekampagne 2020 in den Serieneinsatz kommt. Nach mehrjährigen Feldtests läuft das Modell zur Saison 2019 bereits als Vorserie in Teilen Europas. Eine neue Generation von leistungsstarken Bordrechnern bildet das Zentrum für Telematik, predictive Analytics, Online-Diagnose und teilautonome Zuckerrübenernte. 

Das neue Erscheinungsbild des ROPA Tiger 6S soll Digitalisierung und Landwirtschaft 4.0 symbolisieren. Die lichtblaue Linie steht sinnbildlich für die Vernetzung des Tigers in sich und mit dem Onlineportal R-Connect. Die neue Farbgebung mit dunkelgrauen Außenkonturen stehe im Einklang mit hellem Aluminiumgrau und leuchtstarkem Gelb.

Kabine mit neuem Interieur und Displays

Gegenüber dem Tiger 6 verfügt der Tiger 6S über zwei 12,1 Zoll Bedienterminals mit höherer Pixeldichte und damit noch schärferer Auflösung. Auf dem Terminal auf der linken A-Säule können zusätzlich zu den Maschinenfunktionen die Kamerabilder angezeigt werden. Der Tiger 6S ist laut ROPA der erste Zuckerrübenroder, welcher serienmäßig mit Digitalkameras ausgerüstet ist. Während der Rückwärtsfahrt oder bei der Bunkerentleerung wird automatisch das entsprechende Kamerabild im linken Terminal eingeblendet. Über das neue ergonomische Bedienelement an der linken Armlehne lässt sich das Entladeband und die Bunkerentleerung noch komfortabler steuern. Am rechten Multifunktionsjoystick können fünf Funktionstasten frei belegt werden, zum Beispiel mit dem Großflächenscheibenwischer.

In der Kabine des Tiger 6S sind zwei 12 Zoll Bildschirme und ein neues Interieur zu finden.
Quelle: Hersteller

R-Connect Telematik und Ferndiagnose serienmäßig

Das serienmäßig integrierte Telematikmodul bildet die Basis für vorausschauernden Service 4.0 insbesondere für predictive Analytics sowie schnelle Hilfestellung und Diagnose im Servicefall auf allen Kontinenten. Im Servicefall kann sich optional der Servicetechniker direkt auf das Terminal und die Maschinensteuerung schalten und den Fahrer z.B. bei der Problemlösung unterstützen. Das R-Connect Portal bietet Fahrern und Einsatzleitern ein Tool zur online Auftragsauswertung sowie Maschinen- und Flottenoptimierung.

Hydraulisches Fahrwerk zusätzlich mit Beschleunigungssensoren

Das hydraulische Fahrwerksystem R- Soil Protect mit Hangausgleich und Wankstabilisierung wurde im Tiger 6S nochmals weiterentwickelt. Im Tiger 6S ist zusätzlich ein 3-Achsen-Gyroskop mit Beschleunigungsmessung zur Fliehkraftkompensation für eine nochmals feinfühligere Neigungsregelung integriert.

Motor jetzt mit Abgasstufe V

Der Motor mit 796 PS (585 kW) wurde von Volvo Penta speziell für den Einsatz im Tiger 6S konzipiert. Mit 16,12 Liter Hubraum, Common-Rail-Einspritzung, SCR-Katalysator und AdBlue erfolgt die Energiebereitstellung bei diesem Motortyp noch effizienter und „sauberer“.

Mit doppelter Turboaufladung erzeugt dieses Triebwerk ein maximales Drehmoment von 3.650 Nm. Bereits ab 1.000 U/min werden 3.550 Nm bereitgestellt, wodurch noch länger im niedrigen Drehzahlbereich und somit noch kraftstoffsparender gerodet werden kann. Aufgrund der modernen Motorentechnologie erfüllt dieser Dieselmotor auch ohne Abgasrückführung die europäische Abgasstufe V.

Viele neue Details

Zahlreiche Neuentwicklungen und Optimierungen bieten zusätzlichen Nutzen und Komfort für Fahrer und Betrieb des Tiger 6S. Beispielsweise sind dies die komplette Ausstattung mit noch stärkeren LED Scheinwerfern, Blinkern und Rundumleuchten, die optimierte Anordnung der Batterien, ein neuer Aufbau der Zentralelektrik, Optimierungen in der Arbeitshydraulik für Tiefenführung und Reinigungseinheiten, eine neue Maschinensteuerung nach aktuellen Sicherheitsrichtlinien sowie erhöhte Servicefreundlichkeit bei Elektrik und Hydraulik.
Premiere und Verkaufsstart für den Tiger 6S als Serienmodell ist die Agritechnica 2019.