RindRinderhaltungRinderfütterungRohstoffpreise für die Futtermittelherstellung steigen stark

Rohstoffpreise für die Futtermittelherstellung steigen stark

Quelle: Foto: Taferner

Durch Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen können Transporte teilweise nicht durchgeführt werden. Dadurch kann regelmäßig bereits gekaufte Ware nicht zeitnah abgerufen werden. Neukäufe lassen sich die Händler gut bezahlen. Das meldet das österreichische Mischfutterunternehmen Fixkraft am 26. März 2020.

Finanzmärkte als Preistreiber

Das Unternehmen beschreibt die Situation am Mischfuttermarkt so: Eiweißbetonte Rohstoffe haben durchwegs schon im Februar höher notiert. In den letzten Tagen sind „über Nacht“ die Preise für Futtermittelrohstoffe, insbesondere Soja-, Raps- und Sonnenblumenschrot, teilweise um mehr als 20 % gestiegen. Weizen und Mais hatte im Februar an den Börsen eine kurze Preisschwäche. Am realen Markt hat das Preisniveau aktuell wieder angezogen. Preistreiber sind mitunter die Finanzmärkte. Diese haben die Agrarrohstoffe als Geldanlage wiederentdeckt. Nicht verwunderlich, in diesen Zeiten ist Nahrung vielleicht nicht das einzige notwendige Gut, jedoch so ziemlich das Wichtigste. Somit wähnen die Anleger ihre Erträge in einem sicheren Hafen.

Vitamine deutlich teurer

Der Preisanstieg bei den Vitaminen konnte Fixkraft nach eigener Aussage durch eigene Lagerbestände bisher teilweise abfedern. Die Hoffnung, dass sich bei Neuabschlüssen die Preise wieder normalisieren würden, sei allerdings nicht aufgegangen. Im Gegenteil, die oftmals um das Dreifache gestiegenen Fremdtransportkosten verteuern die Ware zusätzlich.