MarktMilchmarktPreise für Milchprodukte schwächeln

Preise für Milchprodukte schwächeln

Foto: Agrarfoto

Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, verringerte sich bei der Auktion am 5. August 2019 um 2,6 %. Diesmal die Kurse für alle gehandelten Produkte gaben nach. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung am Weltmilchmarkt.

Kurse für Fettprodukte geben nach

Die durchschnittliche Butternotierung gab  deutlich nach, und zwar um 5,5 % auf 4.165 USD/t. Bei Cheddar-Käse sank der Index um 2 % auf 3.838 USD/t. Vergleichsweise moderat fielen die Preisrückgänge im Pulverbereich aus: Der mittlere Kurs für Magermilchpulver gab um 1,6 % auf 2.482 USD/t nach. Der Index für Vollmilchpulver, das Leitprodukt dieser Auktion, sank um 1,7 %, im Schnitt wurden 3.039 USD/t erzielt.

Der Indexrückgang beim jüngsten GDT-Event wird von den Analysten in erster Linie auf das stark gestiegene Angebot (vor allem beim neuseeländischen Marktführer Fonterra) zurückgeführt. Diesmal wurden Molkereiprodukte im Umfang von 34.969 t verkauft, das waren um 40 % mehr als bei der vorhergehenden Auktion. Die Zahl der teilnehmenden Bieter stieg auf 196.

Handelskonflikt USA – China beeinflusst Milchmarkt 

Dem deutlich größeren Angebot stand zum Teil auch eine stärkere Nachfrage aus dem asiatischen Raum – insbesondere aus China – gegenüber. Analysten warnen jedoch, dass der sich verschärfende Handelskonflikt zwischen den USA und China in den kommenden Wochen und Monaten auch den Milchmarkt negativ beeinflussen könnte. “Der chinesische Bedarf ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung des globalen Marktes”, betont Anne Boniface, Agrarexpertin der australischen Westpac Bank. Die jüngsten Signale aus Washington und Peking seien diesbezüglich nicht besonders ermutigend.