LandlebenDirektvermarktungOnline-Verkauf von Fleisch steigt rasant

Online-Verkauf von Fleisch steigt rasant

Die beiden Brüder Micha (links) und Lukas Beiglböck haben die Online-Plattform nahgenuss.at vor vier Jahren gegründet.
Quelle: Julia Rauchenberger

Über die Online-Plattform nahgenuss.at bieten Bio-Bauern aus ganz Österreich küchenfertige Fleischpakete an. Begonnen hatte alles vor vier Jahren mit der Vermarktung von Bio-Schweinen im Internet. Das Geschäftsmodell der Online-Plattform: Das ganze Tier verwerten.

Fleisch per Post

Per Mausklick können sich die Käufer ihre Fleisch-Mischpakete reservieren. Das Tier wird erst dann geschlachtet, wenn das Fleisch komplett verkauft ist. Das Fleisch bekommen die Kunden küchenfertig per Paket nach Hause geschickt.
Mittlerweile gibt es fast alle Fleischsorten auf nahgenuss.at zu kaufen – vom Bio-Schwein, über Bio-Rind, bis hin zu Bio-Fisch und Bio-Geflügel. Auch Fleisch-Raritäten wie Mangalitza-Schwein oder Ziegenkitzfleisch bekommt man über das Online-Portal direkt nach Hause geschickt.

Onlinehandel boomt

Der Direktverkauf kurbelt das Geschäft der Bauern an. Seit diesem Jahr gibt es auf nahgenuss.at nicht nur Bio-Fleisch, sondern auch Bio-Wein zu kaufen.

Micha Beiglböck ist zufrieden. Der Umsatz über nahgenuss.at boomt.
Quelle: Julia Rauchenberger

“Anstatt über Amazon Trübsal zu blasen, sollten wir Chancen wahrnehmen, die der Onlineversand von heimischen Bio-Produkten bietet”, sagt Micha Beiglböck von nahgenuss.at. Zusammen mit seinem Bruder Lukas hat er die Plattform einst gegründet. Die beiden feilen ständig an der Optimierung, auch in Bezug auf Werbung und Technik.

Hühner, Puten und Enten sind hoch im Kurs

Die Corona-Einschränkungen im Frühjahr und Herbst haben vor allem bei Hühnern, Puten und Enten zu einer steigenden Nachfrage geführt. Wer eine Bio-Gans zu Martini wollte, musste früh genug bestellen.
Zu Weihnachten sind besonders Bio-Truthähne und Karpfen gefragt. “Zuhause bevorzugen die Menschen Ware aus Österreich und Bio-Qualität”, fasst Micha Beiglböck den Trend zum “Fleisch von hier” zusammen.