SchweinNeue Genossenschaft Schweinezucht Österreich gegründet

Neue Genossenschaft Schweinezucht Österreich gegründet

Die neuen Verantwortlichen der österreichischen Schweinezucht (v. l.): Peter Rothwangl, Alois Gstöttenmayr, Anton Prödl, Peter Knapp, Franz Schwert, Blasius Gsöls, Gerhard Winter und Georg Gstöttenbauer.
Quelle: Weißnegger

Es war ein historischer Tag für Österreichs Schweinezüchter. Am 14. Oktober fand die außerordentliche Generalversammlung der Schweinezucht Steiermark statt. Im Zuge dieser Generalversammlung wurde die „Schweinezucht Steiermark eGen“ in die „Schweinezucht Österreich eGen“ umgeändert. Der Sitz wurde von Gleisdorf nach Steinhaus in Oberösterreich verlegt. Nun sind alle österreichischen Herdebuchzüchter Mitglieder und Eigentümer der neuen Genossenschaft. Diese Änderung war ein Teil der Fusion der drei Schweinezuchtverbände aus Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark.

Im Zuge der Generalversammlung wurden ein neuer Vorstand und ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Georg Gstöttenbauer aus Oberösterreich ist der neue Obmann, seine Stellvertreter sind Franz Schwert aus Niederösterreich und Blasius Gsöls aus der Steiermark. Die drei weiteren Vorstandsmitglieder sind Alois Gstöttenmayr (OÖ), Peter Rothwangl (Stmk.) und Gerhard Winter (NÖ). Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Anton Prödl aus der Steiermark, sein Stellvertreter ist Ernst-Josef Bauer aus Oberösterreich. Alle Wahlvorschläge wurden einstimmig angenommen.

Die Fusion der Zuchtverbände und Besamungsstationen war auch eine juristische Herausforderung. Denn einerseits mussten verschiedene Rechtsformen aus den Bundesländern aufgelöst, umgewandelt oder geändert werden. Andererseits wurde auch einiges an Kapital- und Anlagevermögen in die neue Organisation eingebracht. Die neue Genossenschaft betreibt die PIG Austria GmbH, deren Aufgaben Zucht, Besamung und Zubehörhandel sind. Das Unternehmen beschäftigt 51 Mitarbeiter und wird einen Umsatz von etwa 15 Mio. Euro jährlich machen.

Emotionale Übergabe

Die Übergabe der Geschäftsführung war emotional. Raimund Tschiggerl bezeichnete den Tag als historisch, auch „weil es mein letzter Arbeitstag als Geschäftsführer der Schweinezucht Steiermark ist.“ Er übergebe dem neuen Geschäftsführer, Peter Knapp, drei steirische Diamanten: die finanziellen Mittel, die Edelschwein- Mutterlinien-Population und die Mitarbeiter. Knapp hob den Weitblick aller Funktionäre während der Fusionsgespräche hervor. Er wies darauf hin, dass es weiterhin möglich sei, in ganz Österreich züchterisch tätig zu sein, wenn man sich an die Spielregeln halte. Wichtig für den Erfolg der Fusion sei neben einer klaren Botschaft und einem guten Produkt auch, dass alle dazu stehen und gemeinsam auftreten. Obmann Gstöttenbauer bedankte sich für das Vertrauen bei der Wahl und betonte, dass die Arbeit als Team wichtig sei, um erfolgreich zu sein.