ForstNaturbestattung im Wald

Naturbestattung im Wald

Immer mehr Menschen wünschen sich ihre letzte Ruhestatt in der Natur.
Quelle: paxnatura

„Der Tod ist ein schwieriges Thema, aber er gehört zum Leben. Mit unseren mittlerweile fünf Naturbestattungsflächen helfen wir Menschen nach dem irdischen Leben in den natürlichen Lebenszyklus zurückzukehren. Bei uns finden sie ihre letzte Ruhestätte an den Wurzeln eines kräftigen Baumes oder auf einer naturbelassenen Wiese. Wir sind stolz auf dieses wichtige Angebot und den Beitrag zum Erhalt der Natur“, erklärt Maximilian Mayr Melnhof, Gründer und Eigentümer von paxnatura. Im Oktober dieses Jahres feiert das Erfolgsunternehmen sein 10-jähriges Bestehen und fühlt sich durch seine Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Institut Kantar in seiner Arbeit bestätigt. 1.000 Menschen, verteilt über ganz Österreich, wurden zum Thema Bestattung befragt. Die Natur hat bei den Menschen auch hier einen hohen Stellenwert.

Beisetzung im Wald oder auf der Wiese

Nach dem Tod Teil der Natur zu werden ist für immer mehr Menschen ein tröstlicher Gedanke. So können sich fast die Hälfte der Österreicher eine Naturbestattung „auf jeden Fall“ (14 %) oder „vielleicht“ (33 %) vorstellen. 35 % lehnen die natürliche Bestattungsform noch komplett, 10 % „eher“ ab. Dazu paxnatura Geschäftsführerin Karin Seewald: „Immer mehr Menschen wollen eine würdevolle Alternative zum klassischen Friedhof. Sehr interessant ist, dass sich vor allem junge Menschen ab 30 Jahren ihre letzte Ruhestätte im Wald oder auf einer Wiese wünschen. Für viele schließt sich damit der Lebenskreislauf auf sehr schöne Weise.“

Gründe für einen Naturbestattung

Info-Grafik zur Naturbestattung
Quelle: paxnatura

Die Gründe, sich für eine Naturbestattung zu entscheiden, sind dabei bei allen Altersgruppen ähnlich. Die Umfrage zeigt, dass vor allem die Naturverbundenheit ein ausschlaggebender Faktor ist. Für 67 % der Menschen, die sich eine Naturbestattung für sich selbst wünschen, ist die Beziehung zur Natur ein wichtiger Grund. An zweiter Stelle steht der Wegfall der Grabpflege für die Hinterbliebenen – bei einem Waldfriedhof kümmert sich die Natur um die letzte Ruhestätte. Geringe Kosten und die Nähe zum jeweiligen Wald- oder Naturfriedhof spielen für die Befragten ebenfalls eine Rolle, werden jedoch nachrangig genannt. Die Naturverbundenheit und der Wegfall der Grabpflege als Argument für eine Naturbestattung zeigt sich besonders in der aktuellen Jahreszeit: Während gerade rund um Allerheiligen auf den Friedhöfen emsig die Gräber von herabfallendem Laub befreit und geschmückt werden, entfällt auf den Natur- und Waldfriedhöfen die Notwendigkeit der Grabpflege. Hier übernimmt die Natur die Arbeit, die für viele Menschen oft mühsam, zeitaufwändig und kostenintensiv ist. Die paxnatura-Flächen in Salzburg und nahe der Bundeshauptstadt Wien, in Purkersdorf, werden von Förstern gepflegt und bleiben in ihrer natürlichen Art erhalten. Die Wiesen werden zur Förderung der Diversität selten gemäht, die Wälder forstwirtschaftlich außer Nutzen gestellt. „Wir bekommen oft die Rückmeldung von den Menschen, die diese Art der Beisetzung für sich oder für ihre Angehörigen gewählt haben, dass die Natur Kraft gibt und tröstet“, berichtet Karin Seewald.