ForstNachfrage nach heimischem Holz steigt

Nachfrage nach heimischem Holz steigt

Vom Setzen des kleinen Bäumchens bis zur Ernte vergehen viele Jahrzehnte.
Quelle: Jäger

In einer Pressemitteilung des Fachverbandes der Holzindustrie Österreichs vom vergangenen Freitag wird betont, dass die Sägeindustrie gerne österreichisches Holz von den österreichischen Waldbesitzern beziehen würde. Die Nachfrage nach Sägerundholz hat sich nämlich kurzfristig verbessert, weil höhere Niederschlagsmengen zur zeitlichen Verschiebung des Kalamitätsholzanfalls in Österreich und in den Nachbarländern führen. Ansprechende Angebote sollten daher rasch genutzt werden. Worauf beim Verkauf von Rundholz zu achten ist, kann auf http://www.holz-fair-kaufen.at – einem neuen Beratungsangebot für Waldbesitzer eruiert werden.
Ob und zu welchen Konditionen Waldbesitzer ihr Holz verkaufen, hängt von vielen Faktoren ab und ist eine individuelle betriebliche Entscheidung. Den größten Einfluss hat außerhalb von Kalamitätsnutzungen der Preis, der sich durch Angebot und Nachfrage am Markt ergibt. Ob Holz aber über die durch den Waldbesitzer nicht beeinflussbaren Zwangsnutzungen hinausgehend verkauft wird, hängt auch von Rahmenbedingungen wie raschem Holzabtransport und der Qualitätssortierung am Sägewerk ab.

Zuerst verkaufen, dann ernten

Innerhalb der Kooperationsplattform Forst Holz Papier wurden seit deren Gründung im Jahr 2005 zahlreiche Grundlagen für das Holzgeschäft erarbeitet und gemeinsam vereinbart. Auf der Homepage werden Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer Schritt für Schritt durch den Verkaufsablauf geführt. Die Botschaft „den Baum zuerst verkaufen, danach erst fällen“ steht dabei im Zentrum. Das ist auch für die Holzindustrie von Vorteil. Der Holzverkauf ist ein komplexer Vorgang. Daher besteht auf der Homepage zu jeder Zeit die Möglichkeit, rasch und unkompliziert Beratung in der Nähe zu finden, bzw. die Vorteile der gemeinschaftlichen Holzvermarktung zu nutzen. Vom Setzen des kleinen Bäumchens bis zur Ernte vergehen viele Jahrzehnte. Über diese Zeit wird viel Geld investiert, damit aus der Verjüngung ein reifer Bestand wird. Aber gerade beim Verkauf wird entschieden, ob die „Früchte“ der mühevollen Arbeit geerntet werden können. Daher ist auch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefragt.