AckerbauAlternative KulturenNach Mulchsaat hacken

Nach Mulchsaat hacken

Das Hackgerät von Einböck ist mit Räumscheiben und Winkelmessern ausgestattet, die direkt neben der Pflanzenreihe arbeiten.
Quelle: Rechberger und Fischl

 Die Mulchdecke verhindert bis zu einem gewissen Grad das Keimen von Unkräutern. Durch den Wegfall der Pflugfurche müssen Landwirte nach Mulchsaat jedoch insgesamt mit einem höheren Unkrautdruck rechnen. Ist der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel nicht möglich – sei es aufgrund biologischer Wirtschaftsweise oder fehlender Wirkung gegen spezielle Unkräuter –, muss der unerwünschte Bewuchs mechanisch beseitigt werden. Je höher der Mulchanteil an der Oberfläche, desto besser ist der Schutz vor Erosion. Gleichzeitig verstopfen mechanische Geräte jedoch auch leichter. Der Einsatz klassischer Striegeltechnik ist hier nahezu unmöglich. Aber auch eine Überfahrt mit üblichen Scharhackgeräten wird mit zunehmender Mulchauflage immer schwieriger. Wie gelingt es trotzdem, erosionsmindernde Mulchsaatverfahren ohne den Einsatz von Herbiziden rein zu halten? Dieser Frage gehen zehn Landwirte in Ober- und Niederösterreich in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern, der HBLFA Francisco Josephinum Wieselburg und einigen Landtechnikherstellern in einem dreijährigen EIP-Agri-Projekt „Soil-Save-Weeding“ nach. Unterstützt wird dieses Vorhaben im Rahmen des Programms LE 14-20 vom Bund und der EU.